Montag, 3. August 2009
Schreibers großer Tag

Jetzt hat es ihn doch noch erwischt. Der Waffenschieber mit den guten Beziehungen nach München sitzt nun schon in Deutschland in Haft und wartet auf seinen Prozess hauptsächlich wegen Steuerhinterziehung.
Franz Josef Strauss, Gott oder Teufel habe ihn selig-wie immer man will, hätte die Auslieferung warscheinlich in einem privaten Gespräch mit dem kanadischen Premier verhindert. Max Strauss, der Sohn, der nichtmal halb so clever ist wie sein Vater aber mindestens genauso Gierig, spielt in diesem "Schmieren"-Theater eh keine Rolle mehr.
Kann Schreiber der CSU noch Schaden? Wohl Kaum. Alle betreffenden Politiker sind nicht mehr in Amt und Würden und das Image der CSU in Bayern ist sowieso nicht das von Heiligen.
Der durchschnittliche Stammtisch-Bayer wird, was auch immer noch zu Tage kommt, das Ganze mit dem Satz abtun:" Hund sans scho........." wobei der Rest des Satzes offen bleibt, aber gemeint ist: Ich wäre auch gern so ein erfolgreicher Gauner, sprich Politiker, aber ich komm ja nicht dran.
Nun ist eigentlich nur zu hoffen, das Herr Schreiber bekommt, was Er verdient und uns "Kleinen" der Trost bleibt, das ab und zu auch ein größerer Fisch im Netz hängen bleibt.

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Ab in die Karibik

Ich will in die Karibik, jetzt, sofort, noch besser Gestern. Nicht das ich noch nie da war. Ich war schon auf Kuba und in Florida und die letzten zwölf Monate viermal in der dominikanischen Republik. Im September flieg ich wieder hin. Allein die Wärme der Subtropen, die dich bereits beim Aussteigen aus dem Flugzeug umfängt. Die Gerüche. Der Lärm der Domis. In einem Land zu sein, das "Kalt" bei 20 Grad plus definiert. Warmer Tropenregen.
Ok, Ok. Nicht alles ist Toll. Es gibt viele Missstände. Ich bin nicht Blind und das Touris wie ich eine ständige Versuchung für die armen Einwohner sind, habe ich schon am eigenen Leib erlebt.
Aber muß ich nun deswegen ständig mit gesenktem Kopf voll Reue durchs Leben gehen?
Nein, aber Sozialkritik soll nicht das Thema sein.
Ich will einmal, je früher desto besser, in der Dominikanischen Republik leben. Im Moment arbeite ich in Deutschland. Am Schreibtisch. Für eine große Fluggesellschaft, deswegen kann ich auch so häufig Fliegen.
Aber eines Tages möchte ich für Immer am Morgen in Sosua aufstehen, aus dem Fenster auf eine Königspalme oder Bananenstaude sehen. Keinen Gedanken darüber verlieren zu müssen, welche Jacke ich anziehe, weil ich keine Jacke mehr benötige. Oder Socken.
Ganz langsam die deutsche Hektik abzulegen und in den karibischen Mantel des "Manana" oder "Quizas" zu schlüpfen.

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Steinmeiers Versprechen

Guck mal einer an. Wenn uns das nicht bekannt vorkommt. Da gab es doch schon mal einen von der gleichen Fraktion, der in das selbe Horn stiess. Aber der wollte in 4 Jahren die Arbeitslosenzahlen halbieren. Das war sogar noch anspruchsvoller als Steinmeiers Wahlpropaganda. Rechnet man die vier Jahre hoch auf Steinmeiers Zeitraum von 11 Jahren, bis 2020, dann hätte Herr Schröder, Sie erinnern sich, das ist der mit den russischen Freunden, die Arbeitslosenzahl auf weit unter Null gedrückt. Wir hätten dann wieder ein Gastarbeiter-Programm wie in den sechzigern Auflegen müssen.
Und unser aller Aussenminister will also Vollbeschäftigung bis 2020. Lassen Sie uns mal überlegen. Theoretisch möglich und wir sind ja schon auf dem weg dahin, auch ohne Steini als Kanzler. Da sich unsere beiden "Volksparteien" sowieso immer mehr ähneln, spielt doch der Name oder Geschlecht oder gar Fraktionsangehörigkeit des/der amtierenden Kanzler/in überhaupt keine Rolle mehr.
Das ganze funktioniert so: Alle Arbeitslosen über Fünfzig werden zwangsverrentet. Alle anderen Langzeitarbeitslosen werden automatisch in 1 Euro-Jobs gesteckt und dann von den lokalen Behörden, wenn Sie sie gerade nicht selber brauchen, wahnsinnig preisgünstig als Leiharbeitnehmer an die Wirtschaft versklavt (oh, pardon, ich meinte verliehen). Das führt natürlich dazu, das die privaten Verleihfirmen Pleite gehen, aber mal ehrlich, stört das irgend jemand ausser deren Angestellten. Die können dann ja bei den quasi-staatlichen 1 Euro-Verleih-Firmen arbeiten.
Nun werden diese wahnsinnig preisgünstigen Leiharbeitnehmer so im allgemeinen natürlich die Lohnkosten enorm senken, was wiederum zu einem sinkenden Preisniveau im Konsumgüterbereich führen wird. Alles wird billiger, wahnsinn.
ÄÄÄÄHHHHHH, hab ich da was übersehen?????
Hallo Herr Steinmeier, die Bananenrepublik lässt grüßen. Was machen eigentlich Sie nach ihrer politischen Karriere? Rußland ist ja schon von Schröder besetzt. Wie wärs mit Konkursverwalter in Quantanamo, da haben Sie doch schon als Staatssekretär Erfahrungen mit gesammelt.

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Sosua-Santiago
An meinem zweitletzten Urlaub ließ ich mich von einem Kollegen dazu überreden, von Sosua nach Santiago zu fahren. Morgens so um 10:00 Uhr fuhren wir in meinem Mietwagen los. Mein Kollege fuhr, da er die Strecke kannte.
Mein Kollege ist das Faktotum in der Bar, in der ich in Sosua meist abhänge. Thomas, so sein Name, lebt schon über ein Jahrzehnt auf der DomRep. Er hat schon längst keinen deutschen Pass mehr, allerdings soviel ich weiss auch keinen anderen. Egal, so nach ungefähr zwanzig Kilometer meldete sich mein überstrapazierter Magen. Die Schlaglöcher, das Bier, der Schnaps von Gestern Abend verlangten ihren Tribut und ich gab Mutter Erde in einem Schwall zurück, was ihr gehörte.
Danach gings besser. Wir fuhren durch geile Berglandschaften, hielten an einem Panorama-restaurant, wo ich mir den ersten Schluck des Tages gönnte und damit meine Magennerven entgültig beruhigte.
In Santiago chekten wir in einem billigen Hotel ein, wir wollten bis zum nächsten Tag bleiben, da Thomas hier seine Kinder besuchte, die mit seiner Ex-Frau in Santiago lebten.
Seine Ex lebte in einem noch ärmeren Viertel als unser Hotel. Wir brachten für die Kinder Geschenke mit, die wir kurz zuvor in einem Kaufhaus erstanden hatten.
Dann zogen wir mit den Kindern und seiner Ex-Frau, deren Namen ich vergass, weiter zum großen Denkmal von Santiago Ein großer Turm mit einem ihn umgebenden Park, darin waren überall skurile Plastiken aus Gips aufgestellt, die mit Bronze-Farbe bemalt waren. Naja, wenns gefällt. Wir machten die üblichen Fotos und zogen dann weiter, um die Kinder in einem MC-Donalds zu beglücken.
Später am Abend besuchten wir, die Kinder hatten wir Nachhause gebracht, noch die Ex-Schwiegermutter von Thomas. Eine attraktive Frau, obschon Sie mindestens fünf Kinder zur Welt gebracht hatte. Obwohl die meisten Dominikaner in Häusern wohnen, die ein deutscher Strebergärtner nicht mal als Werkzeugschuppen nehmen würde, legen die Frauen, Ausnahmen bestätigen die Regel, großen Wert auf Aussehen und Kleidung.
Nun, während des Besuchs bei Thomas Ex-Schwiegermutter, gabs noch Krach mit Thomas Ex-Frau, die mit uns noch um die Häuser ziehen wollte was wiederum Thomas nicht wollte u.s.w.
Auf jeden Fall zogen wir dann alleine los. In einem Lokal mit unglaublich lauter Musik assen wir zu Abend. Im großen und ganzen ist Santiago am abend ziemlich öde.
Auf einem Parkplatz, oder was auch immer das war, wurde Musik gespielt und getanzt. Hier tranken wir noch ein paar Bier und eine Domi mit reichlich Kurven, die uns das Bier brachte, lockte mir 100 Peso Trinkgeld raus indem Sie meinen Kopf quasi zwischen ihre recht großen Ballons parkte. Ich bin auch nur ein Mann.
Am nächsten Morgen fuhren wir bei strömendem Regen wieder zurück.
Fazit. Die Berglandschaft zwischen Sosua und Santiago ist großartig. Santiago selbst ist eigentlich nicht der Mühe wert.

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