... newer stories
Samstag, 15. August 2009
Fantastic Shopping
bodenflieger, 21:41h
Es ist Samstag, die Sonne scheint und ich habe frei. Was will man mehr. Nachdem ich meine wöchentliche Waschmaschinenladung im Innenhof zum trocknen in die Sonne gehängt habe, startete ich meinen kleinen roten Roller, ausgerüstet mit Portmonaie und Fotoapparat und brauste mal wieder auf die Zeil. Frankfurts große, umsatzstarke Einkaufsmeile. An der Hauptwache stellte ich mein Gefährt ab und begab mich im gemütlichen Schlenderschritt über die Konstablerwache bis zu "dem Laden" für mich auf der Zeil. Conrad-electronic. Ich bin ein Mann und Liebe elektronisches Spielzeug. Ich durchstreife alle drei Stockwerke, verweile hier und dort etwas länger und überlege bei manchen Dingen. Bei einem Base-Cap mit Solargetriebenen Ventilator bin ich fast überzeugt, es zu kaufen, kriege aber gerade noch die Kurve. Jedoch scheint mein Fokus Heute eindeutig bei "Solar" zu liegen. Am Ende kaufe ich einen Solarbetriebenen Mückenvertreiber, der mit einem extrem hohen Ton alle Mücken um mich herum vertreibt, laut Beschreibung. Da ich in drei Wochen wieder nach Sosua fliege, kann dieses Gerät gleich gute Dienste tun, denn an Mücken mangelt es manchmal nicht in Sosua. Ich werde also mein Solar-betriebenes Mückenverscheuchgerät einschalten und keine Mücke wird sich mir nähern. Die kleinen Bestien werden sich die Ohren zuhalten und mit Schmerzverzerrtem Gesicht abdrehen, sobalt Sie in den Ton meines Wundergerät hineinsummen, ich, der Herr der Mücken.
Auf dem Rückweg von meinem "Laden" komme ich wie schon des öfteren an dem neuen Schoppingcenter vorbei, das nun den Platz des alten Postamtes einnimmt. Die Architektur ist beeindruckend, jedoch nie ernsthaft Gegenstand meine Neugier gewesen. Aber Heute scheint zufällig kräftig die Sonne, und dies sorgt dafür, das einige Durch- und Einblicke im Gebäude völlig anderst sind als Sonst. Ich zücke meine Digitalkamera und beginne Aufnahmen zu machen. Toll, im Innern werden zufällig Formel 1 Renner ausgestellt. Sogenannte Eye-catcher.
Ich schiesse also jede Menge Bilder und bin dann später doch erstaunt über das Ergebnis. Und weil mir die Bilder so gut gefallen, denke ich, Sie könnten auch anderen Gefallen. Also wenn Sie auf eines der kleinen Bilder klicken, kommen Sie zum Album. Es ist wirklich erstaunlich, was für ein toller Maler die Sonne ist.
... link (0 Kommentare) ... comment
Freitag, 14. August 2009
Sie haben Post
bodenflieger, 22:51h
Eins vorne weg. Wenn Sie glauben, es geht hier um Spam, dann liegen Sie nicht ganz falsch, aber auch nicht so richtig. Der virtuelle Postkasten wird natürlich mit virtuellem Müll vollgestopft, aber inzwischen gibt es auch effektive virtuelle Müllbeseitiger sprich Spam-Filter.
Genau so etwas wünsche ich mir für meinen realen Briefkasten. Falls Sie auf dem Lande leben, betrifft Sie das nicht so sehr, denke ich. Aber ich lebe mitten in einer Großstadt. Hier ist ein gut organisierter Dienstleistungszweig am Werk, dem Niemand entkommt, ausgenommen Menschen ohne Briefkasten. Leider gehöre ich nicht zu diesen wenigen Glücklichen. Ich benötige meinen Briefkasten. Gibt es doch noch immer reale Dinge, die ich gerne zugestellt bekomme, täglich. Ich will auch kein Postfach, ich bin zu Faul zum hinfahren und leeren. Ich will am Abend nach Hause kommen und meinen Briefkasten öffnen und mich auf wichtige Briefe und Paketbenachrichtigungen freuen. Meist freue ich mich nicht. In aller Regel enthält mein Briefkasten Zettel, Handzettel, Neudeutsch Hangouts, in allen Farben, Schrill, Auffallend und endlos Nervend. Jeder Pizzabecker, jeder Dönerladen, jede Würschtchenbude, alle Supermärkte, Baumärkte, Matratzenläden, Discounter und nicht zu vergessen Reisebusunternehmer laden mich zu unvergesslichen Erlebnissen in ihre Etablissements ein. Ich weiss, Werbung muss sein, wer nicht wirbt der stirbt u.s.w. Auch habe ich Verständnis für die Zettelverteiler, die sich ein Zubrot damit verdienen. In diesem Fall bin ich egoistisches Schwein aber doch mehr für das St. Floriansprinzip: "Ach lieber Gott, verschon mein Haus, zünd andre an."
Ich habe es schon mit freundlichen Aufklebern am Briefkasten probiert: "Bitte keine Werbung einwerfen." Eher wird jedoch die Nahostfrage gelöst, als das ein solcher Aufkleber auch nur einen Werbezettel verhindert.Ignorieren ist nicht so einfach, da man den Wust an Werbung ja nach einem wichtigen Brief durchsuchen muß und dazu kommt noch ein beschämendes Laster meinerseits, mea culpa, mea maxima culpa. Wenn sich in der Werbeflut ein Prospekt eines Elektronik-Großhändlers befindet, leicht an den Farben zu erkennen, sie wissen schon, blau für die mit Sa......, rot bei denen mit Me..... Dann kann ich nicht anderst. Ich lese sie, auf`m Klo. Es gibt kaum bessere Lektüre für eine längere Sitzung als Prospekte von Elektronik-Großhändlern. Ich gebe es zu, das ist eine Sucht. Ich werde mich in nächster Zeit einer Selbsthilfegruppe anschliessen.
Doch was tun mit dem fürchterlichen Rest? Ein cleverer Jungunternehmer könnte daraus ein Geschäft machen. Dafür muss Er oder Sie erstmal, sie erraten es, Handzettel verteilen. Darin werden seine potentiellen Kunden aufgefordert, dem oder der Jungunternehmer/in einen Zweitschlüssel ihres Briefkasten anzuvertrauen. Einmal am Tag wird dann gegen eine kleine Gebühr der Briefkasten von Spam gesäubert. Eine positiv-liste des Briefkasten-Inhabers verhindert das Verschwinden von gewollter Post. Das wäre dann wie im richtigen Leben, ähhh, ich meine im Virtuellen.
... link (0 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 13. August 2009
Cabarete
bodenflieger, 17:02h
Ungefähr zwölf Kilometer in richtung Westen kommt man von Sosua aus nach Cabarete. Ein Paradies für Kite-Surfer. Der Ort selbst ist eigentlich recht einfach. Im Grunde handelt es sich um eine Durchgangsstrasse mit Häusern links und rechts. Der Ort ist in den letzten Jahren gewachsen und inzwischen gibt es auch ein paar Seitenstrassen und einige Siedlungen für Touristen. Doch eindeutig Dominierend ist der breite und circa 5 Kilometer lange Sandstrand. Der Strand fällt hier sehr flach ab und man kann sehr weit ins Wasser laufen, bevor einem das Wasser bis zum Hals steht. Zusammen mit einer stetigen Brise der ideale Ort für Surfer. Am Strand entlang gibt es jede Menge Surfschulen, Board-Verleih und natürlich Bars und Restaurants. Für den Sonnenanbeter oder Beterin sehr gut geeignet, schnell die entsprechende Angeber-Bräune zu erhalten.
Aber Cabarete hat genau wie Sosua auch eine Schattenseite, sprich Prostitution und Diebstahl sind leider auch hier an der Tagesordnung.
Es gibt kleine Hotels im Ort, in denen Zimmer schon ab 25 US-Dollar pro Tag vermietet werden. Teilweise liegen die Hotels direkt am Strand und man kann vom Zimmer aus das Meer geniesen. Auch Autovermietungen gibt es, allerdings tendiere ich persönlich dazu, mir einen Mietwagen direkt am Flughafen Puerto Plata zu mieten, da ich dann das Fahrzeug gleich übernehme und bei Abflug auch wieder abgebe. Die Mietwagenpreise an der Nordküste sind moderat und hängen wie überall vom Fahrzeugtyp ab. Am Flughafen habe ich schon mal einen Kleinwagen für 28 Dollar am Tag mit unbegrenzten Kilometern gemietet. Erst hinterher ist mir aufgefallen, das das Fahrzeug nicht versichert war, deswegen so billig. Aber Schwein gehabt. Vorsicht bei der Autovermietung Budget.
Ich lies wie üblich meine Kreditkarte mit einer Kaution belegen. Bei der Rückgabe des Fahrzeug versicherte man mir, das die Kaution innerhalb von acht Stunden gelöscht werde. Ich mußte volle 15 Tage warten, bis mein Kreditinstitut bei der monatlichen Abrechnung dann die Kaution automatisch löschte.
Doch zurück nach Cabarete, wo das Leben tobt. Viele junge Surfer fallen hier alljährlich speziell aus Kanada und Amerika ein und zur Hauptsaison im Dezember und Januar geht die Post ab. Wer also Halli-Galli mit Sport verbinden will, ich gehöre schon seit längerem nicht mehr dieser Klientel an, der ist in Cabarete gut aufgehoben.
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 12. August 2009
Unter Hunden
bodenflieger, 23:21h
Vor ein paar Jahren war ich in der Nähe von Alanya in der Türkei im Urlaub. Schöne Gegend, ein breiter Strand, Orangenplantagen, alte Tempel. Auch das Hotel war sehr angenehm und zu dieser Zeit waren die Russen glücklicherweise noch nicht so stark vertreten. Wer einmal Russen in einem Hotel erlebt hat, weiss was er an den Engländern hat. Es war ein All-Inclusive-Hotel, was mich die ersten drei Tage dazu verleiteten, vom Frühstück über den Brunch ins Mittagessen und von dort zu Kaffe und Kuchen mit anschliessendem Drink an der Poolbar direkt ins Abendessen zu gleiten. Dann sich den Sonnenuntergang bei gutem türkischem Wein anzusehen, um dann ziemlich bedudelt ins einsame Doppelbett zu sinken.
Nun, am vierten Tage bin ich auferstanden, begab mich ins Foyer und lieh mir dort im Hauseigenen Fahrzeugverleih einen kleinen blauen Roller. Damit durchstreifte ich nun Vormittags die Gegend und kam dabei recht weit herum. Pünktlich zum Mittagessen war ich dann wieder im Hotel und anschliessend an der Poolbar. Nun dieses Arrangement hielt ich für sehr angenehm, was es auch war und ich bei späteren Reisen auch beibehielt. Am Vormittag soviel Kultur wie möglich, am Nachmittag das faule Leben. Ich kam bis Aspendos, dem Amphietheater, das Heute nur noch durch Thomas Gottschalks "Wetten das" bekannt ist und ich trieb mich in Side rum, wo ich mit Mühe die Verkäufer im Basar abwehren konnte, besuchte die Akropolis im Hafen und schaffte mit meinem Roller sogar den mühevollen Aufstieg zur Stadtruine Lyrbe.
An einem Morgen stieg ich wieder auf den Roller und fuhr einfach mal drauf los, überquerte die große Verbindungsstrasse zwischen Alanya und Side um auf Schotterpisten weiter ins Hinterland, weg von der Küste, zu gelangen. Nach ein paar Kilometer in der grünen Landschaft kam ich leider auch an einigen Schandflecken vorbei. Wilde Müllkippen, eindeutig als Abladeplatz des Abfall der Hotels an der Küste zu Identifizieren. Schade, den ansonsten hatte die Landschaft durchaus Ähnlichkeit mit Gegenden am Bodensee oder im Taunus. Doch muss man damit Leben. Wie erklärte mir später ein Dozent für interkulturelle Zusammenarbeit während eines Seminar in Hamburg;" Die Menschen im arabischen Kulturraum werden dir auf Vorhaltungen nur eines erwidern: Es ist unser Land"
Ich fuhr also weiter auf der Schotterpiste, lies den Müll hinter mir und schaute mir die hübsche Gegend an und nun, Sie warten vermutlich schon drauf, kam eine recht unheimliche Begegnung. Als ich um eine Kurve bog, sa ich etwa zweihundert Meter vor mir mitten auf der Strasse ein Rudel Hunde. Ich stoppte mein Gefährt und schaute auf die Hunde. Auch die hatten sich nun umgedreht und schauten zu mir. Es war kein sehr homogenes Rudel wie zum Beispiel ein Rudel Wölfe. Es waren alle Rassen vertreten. vom Dackelmischling über halbhohe Hunde bis zum großen Bernhardinermischling. Ungefähr 15 Hunde aller Art waren versammelt und das war kein Zufall. Diese Hunde waren keine einzelnen Strassenköter, die zufällig zusammen getroffen sind. An Haltung und Verhalten erkannte, nein, spürte ich den Zusammenhalt des Rudels. Die Tiere schauten unverwandt zu mir und ich zu Ihnen. Meine Überlegung ging in Richtung Flucht, also umdrehen und so schnell wie möglich weg, doch ich wartete erstmal ab.
Diese Geschichte ist wahr. Es ist nichts dazu erfunden und auch nichts weg gelassen. Das hat weit mehr Eindruck auf mich gemacht, als alle Tempel der Umgebung.
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 11. August 2009
Schäuble und Jung einig
bodenflieger, 22:44h
Unsere kommunalen Pfennigfuchser, auch Stadtkämmerer genannt, würden dieses Einsparpotential schnell entdecken. Man denke nur an die tollen 1 Euro-Jobs, die natürlich niemals Aufträge der öffentlichen Hand vermeiden helfen, niiiiiieeeeee.
Nur ist das hier eine ganze Nummer gefährlicher.
Ich seh schon Schäuble und Jung Hand in Hand zusammen mit drei oder vier befreiten Seeleuten sowie einer Kompanie Soldaten unter dem Brandenburger Tor defilieren, während in der Nähe die ersten Standgerichte gegen Demonstranten durchgezogen werden, Na dann Waldmannsdank.
... link (0 Kommentare) ... comment
Montag, 10. August 2009
Das leichte Leben
bodenflieger, 22:43h
Der Traum vom leichten Leben in der Karibik ist nicht nur ein bloßer Traum. Eine Wahnvorstellung von leichtsinnigen Menschen oder Spinnern? Klar, diejenigen die sich ohne alles in die Karibik absetzten und dann dachten, ihr Leben schon Meistern zu können,wurden und werden bald eines Besseren belehrt. Ich habe selbst einige dieser gescheiterten Existenzen kennen gelernt und auch ich selbst habe nur knapp die Kurve vor einem totalen Absturz genommen.
Nehmen wir mal an, Sie bekommen nun das Bedürfnis, ihr Leben neu auszurichten. Sie lassen alles hinter sich, schnappen ihren Reisepass, kratzen ihr letztes Geld zusammen, kaufen ein Tiket und fliegen ab. Im Traumland angekommen ist erst mal alles Easy. Sie haben noch genügend Geld, finden auch schnell eine Unterkunft und denken, Sie stehen auf der sicheren, goldigen Seite des Leben ohne Alltagssorgen, Kälte und jeden Tag zur Arbeit. So im geheimen Träumen Sie von einem leichten Job irgendwo vielleicht im Tourismus etc. Wird sich schon finden. Noch aber sind Sie eher ein Tourist als ein Einwanderer ins gelobte Land. Das Geld fliesst kräftig durch ihre Finger und Ruckzuck sind Sie pleite, ohne Job, ohne Unterkunft, ohne Rückflugtiket und ohne Krankenversicherung. Jetzt geht es los.
Auf einmal bekommen Sie am eigenen Leib zu spüren, warum die Menschen hier so arm sind wie Sie eben sind. Sie stellen fest, das die Hitze des Landes ohne tägliche Dusche mit Heiss und Kalt-Wasser recht unerträglich sein kann. Die lange nicht gewaschenen Klamotten beginnen deutlich zu riechen und an manchen Tagen halten Sie eine handvoll gekochten Reis für eine fürstliche Mahlzeit. Aber Sie haben ja einen deutschen Pass und wirklich, damit stehen Sie immer noch weit besser da, als die meisten Einheimischen. Es ist aber nicht ganz einfach. Das nächste Konsulat wird Ihnen nicht einfach ein Tiket zurück ins blöde Deutschland mit all seinen nun urplötzlich so tollen Sozialleistungen bezahlen. Das Konsulat wird Sie fragen, ob Sie Verwandte oder Bekannte in Deutschland haben, die das Tiket bezahlen. Wenn dem nicht so ist: Pech gehabt. Solange keine Gefahr an Leib und Leben für Sie besteht, wird das Konsulat ihnen lediglich einen Anruf in Deutschland erlauben, das wars.
Dann stehen Sie da, in einem fremden heissen Land, dessen Bewohner auf einmal eine ganze Spur unfreundlicher sind, wenn Sie merken, das der weisse Mann aus Deutschland nichts mehr hat. Dabei können Sie noch froh sein, wenn es Sie in die Karibik verschlagen hat. Die Menschen hier sind im Grunde hilfsbereit und haben auch Mitleid.
Doch wie geht es anderst? Leider nicht Hals über Kopf. Planung ist alles. Einen Job zu finden ist schon schwer, wenn Sie nicht im Tourismus unterkommen können. Wenn Sie keine weltweit gesuchte Koryphähe in irgendeiner Sparte sind bleibt Ihnen nicht viel Auswahl. Die meisten Auswanderer mit einem für dortige Verhältnisse normalen Einkommen sind selbständig. Eine kleine Kneipe, eine Pension, das sind so die Dauerbrenner. Es gibt natürlich immer wieder Ausnahmen. Der Vorteil ist meist, ist aber von Insel zu Insel unterschiedlich, das die Investitionen geringer ausfallen als in Deutschland. Ganze Häuser bekommt man schon für Fünfzigtausend Euro oder die Inventarübernahme für ein gemietetes Geschäft liegt bei unter Zehntausend Euro.
Der Staat mischt sich in aller Regel auch nicht zu sehr ein und die Mieten fallen auch wesentlich geringer aus als in Deutschland. Auch die Lebenshaltungskosten liegen niedriger. Mit einem Monatseinkommen von etwa achthundert Euro kommen Sie in der dominikanischen Republik locker über die Runden. Aber immer daran denken, das Sie nicht mehr Tourist sind. Manche sagen sogar, das man mit fünhundert Euro noch gut Leben kann. Ich für meinen Teil werde spätestens als Rentner für immer in die DomRep ziehen. Die Krankenkassenbeiträge werde ich mir leisten können, da ich viel weniger Miete bezahlen muß und im Bedarfsfall ist sogar noch Geld für eine Pflegerin drin. Aber ich bin ja noch lange nicht alt und gebrechlich.
Nur mal als Beispiel, wie die Verhältnisse sind. Der normale dominikanische Arbeiter bezieht ein ungefähres Einkommen von hundertfünfzig bis zweihundert Euro pro Monat, lebt aber auch in weit ärmlicheren Verhältnissen. Der europäische Standard kostet natürlich mehr Geld, ist aber immernoch billiger als in Deutschland. Eine normale Zweizimmerwohnung mit Küche und Bad gibt es schon ab 250 Euro im Monat. Nebenkosten sind gering. Im großen und ganzen Lebt es sich einfacher in der DomRep und wenn man dann jeden Tag den gleichen Komfort genießen kann wie in Deutschland, dann ist das Leben in der Karibik einfach nur schön.
... link (0 Kommentare) ... comment
Sonntag, 9. August 2009
Der geldwerte Vorteil
bodenflieger, 09:46h
Ulla Schmidt hat alles richtig gemacht! 2500 Kilometer Privat, 72 Kilometer dienstlich. Die Bilanz ihrer blamablen Geschichte in Spanien. Jetzt beteuert Sie natürlich, das die privaten Kilometer als geldwerter Vorteil in der Steuererklärung angegeben werden. Der Bundesrechnungshof stellte ihr einen Freibrief aus.
Steinmeier nimmt Sie nun auch in sein "Kompetenzteam" auf.
Naja, das macht nun auch nichts mehr, hat sich Steinmeier selbst schon mit seinen Ankündigungen in Sachen Arbeitslosigkeit als Sachfremd geoutet. Wir können also getrost das ganze in "IN-Kompetenz-Team" umtaufen.
Doch das alles ist in diesem Fall nicht des Pudels Kern. Ein Minister in Deutschland verdient im Monat rund 13500 Euro, ist er oder sie gleichzeitig noch Abgeordneter, was oft der Fall ist, kommen noch 3500 Euro hinzu. Also locker mal 17000 Euro pro Monat.
Achja, die Dienstwagen-Nutzung und die Flugbereitschaft wollen wir nicht vergessen. Das Sie auch noch umsonst Bahn fahren dürfen, vergessen Wir hier mal gnädig, das passiert sowieso selten. Nicht vergessen wollen wir die "sofort" eintretenden Pensionsansprüche eines Ministers und auch Abgeordneten. Sie und Ich wissen, wie lange wir arbeiten müssen, um Rente zu bekommen.
Es geht Ihnen also nicht schlecht.
Kommen wir zu den Aufgaben eines Ministers. Ein Minister soll den Willen des Volkes umsetzen, kurz gesagt. Lachen Sie nicht, ist so. Sie oder Er soll die Rechte, die Werte und die Güter des Staates verwalten und bewahren. Wohlgemerkt, der Staat sind eigentlich wir, das Volk. Doch da ist schon ein leichter Zweifel angebracht, das der Minister sich dessen noch bewußt, bzw. es je gewußt hat.
Das Geld- und Machtgierige Gesindel jeglicher Coleur in Berlin lebt auf einem anderen Stern, aber von unserem Geld. Ich weiss, es ist zwecklos, ich schreibe es trotzdem: Ihr in Berlin und in den Landeshauptstädten der Bundesrepublik Deutschland. Ihr sollt nicht, ihr müsst "Vorbild" sein. Was auch immer ihr macht, es wirkt sich in jede Richtung doppelt und dreifach aus. Seit ihr wirklich so dumm, das ihr das nicht versteht oder ist es so, wie ich es mir denke: das ihr eure Position nur als gut bezahlten Job mit anschliessender toller Alterversorgung seht?
So ist es, nicht?
... link (0 Kommentare) ... comment
Samstag, 8. August 2009
Africa-Caribean-Festival-Frankfurt
bodenflieger, 22:35h
Vor acht Jahren war ich mal auf einem Festival hier in Frankfurt. Da es jede Menge Menschen aus der Karibik und Afrika in und um Frankfurt gibt, lag es nahe, das mal ein Festival der Africa-Caribean-Nations stattfand. Es war ganz angenehm, über ein Wochenende lang mit Ständen der verschiedenen Länder wo man echte afrikanische und caribische Speisen, sich Rasta-zöpfe wickeln lassen oder Trommeln kaufen konnte. Auf einer Bühne traten caribische und afrikanische Künstler auf.
Jetzt, acht Jahre später war ich wieder dort.
Damals wie Heute habe ich durch meine Reisen nach Kuba und in die dominikanische Republik einen Bezug zu den Menschen dieser Region. Es ist schön und es weckt sofort die Sehnsucht nach den karibischen Inseln. Aber wir sind in Frankfurt. Es ist zwar Sommer und zufällig angenehm warm, aber es ist nicht das Selbe. Die Menschen aus der Karibik sind zum Teil eingedeutscht, ihre Kinder sowieso.
Ich gönne es Ihnen, in einem Land zu leben, das soziale Sicherheit bietet. Aber Sie sind nicht mehr "die Afrikaner" und Sie sind nicht mehr "die Caribeans". Natürlich ist es die Musik, die ich auch auf Kuba hörte, die ich jetzt in Frankfurt-Rebstock-Park höre, nur ein paar hundert Meter entfernt vom Messegelände und nur drei Kilometer bis zur City mit all den Hochhäusern und Luxusläden. In der Karibik würde man das Meer riechen und faulendes Obst.
Ganz sicher ist so ein Festival für die Menschen eine gute Gelegenheit, ihre Heimat ein bischen zu präsentieren und vielleicht auch gute Freunde zu treffen. Aber Sie sind doch weit weg von Zuhause.
... link (0 Kommentare) ... comment
Freitag, 7. August 2009
In meiner Bar
bodenflieger, 15:45h
Ich beschreibe ihnen zuerst mal meine Bar in Sosua. Es ist nicht wirklich meine Bar, aber ich verbringe während meines Urlaubs eine menge Zeit darin.
Die Bar ist nach zwei Seiten offen, keine Fenster, keine Türen, ja nicht mal Gitter, nach Feierabend irgendwann morgens so um 1 oder 2 Uhr übernimmt ein Wachmann die Aufsicht. Die Getränke sind natürlich verschlossen.
Alles besteht aus dunklem Holz und hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel. In die Bar integriert ist ein Zigarrenshop und davor stehen gemütliche Korbsessel mit kleinen Tischen wo man seine Zigarre schmauchen kann.
Aber die meisten hängen an der Theke. Hier geht es Abends meist hoch her. Die Gäste sind zum großen Teil Deutsche, Schweizer und ab und zu ein paar Engländer und Amerikaner. Natürlich finden sich immer auch ein paar DomRep-Schönheiten ein, da hier mehr Geld kursiert als in den Bars der Einheimischen.
Auch ich fand die Bar durch Zufall. Beim ersten mal in Sosua war ich noch in einem All-Inclusiv-Ressort untergebracht. Nach ein paar Tagen unter Familien bekam ich Lagerkoller und streifte durch Sosua auf der Suche nach einem Fernseher, da gerade Europa-Meisterschaft war. Ich fand den Fernseher im Bermuda. So heisst meine Bar. Ich bin dann den Rest des Urlaubs geblieben und auch die nächsten drei Urlaube verbrachte ich zumindest Abends mit wenigen Ausnahmen in der Bar.
Das Tolle daran ist, du hast das volle Insel-Leben um dich herum. Die Bar liegt in der Sündenmeile von Sosua, der Strasse "Pedro Clisante".
Die beiden Besitzer der Bar, ein Schweizer und ein Deutscher, kümmern sich abwechselnd um die Geschäfte. Auf die Beiden komme ich noch in einem späteren Blogg.
Aber die Bar ist eben die "Bar".
... link (0 Kommentare) ... comment
Donnerstag, 6. August 2009
Schwitzen
bodenflieger, 14:57h
Der normale durchschnittliche, übergewichtige, mit Bluthochdruck versehene deutsche Tourist schwitzt in der Karibik anderst. Die Umstände sorgen dafür. In der Regel ist der Deutsche als Urlauber auf der Insel, also mit jeder Menge Freizeit ausgestattet, es sei denn Er /Sie kommt in Begleitung oder gar mit Kindern. Im ersteren Fall sinkt der Erholungswert um lockere fünfzig Prozent, im zweiten Fall, mit Kinder, wird nicht mehr der Erholungswert gemessen sondern lediglich der Stressfaktor.
Ist der durchschnittliche deutsche Tourist also alleine, schwitzt Er nur der Hitze wegen. Immer ein bischen abgemildert durch eine Brise vom Meer oder Ventilator. Das Thema Air-Conditions lasse ich hier aussen vor, da ich die Dinger nicht vertrage. Regelmässig huste ich mir einen Wolf in so einem Kühlschrank-Raum.
Schwitzen in Deutschland bedeutet meist Schwitzen bei der Arbeit und Schwitzen mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Schwitzen in der Karibik ist; lockere Kleidung, lässiges Schlendern, faul am Strand, im Pool, an der Bar oder im Bett rumfläzen und nichts Denken, selbst das ist Arbeit.
Denken muß genau dossiert sein. Man starrt aufs Meer hinaus und Denkt:" He, ich könnte jetzt schwimmen gehen, aber ich will gar nicht. Viel zu anstrengend."
So, nach diesem Gedanken muß wieder eine ganze Weile Schluss sein mit Denken sonst artet das aus. Es gibt natürlich gewisse Automatismen, die nicht zu verhindern sind. Kommt ein mit den richtigen Proportionen ausgestattes weibliches Wesen in das Blickfeld startet der Denkapparat automatisch. Aber das ist nicht wirklich schlimm, das ist eher so wie sich unbewusst kratzen.
Versetzen sie sich nun in diese Lage. Sie liegen am Strand, schauen aufs Meer hinaus, die Wellen spielen leise vor sich hin, ein bischen Wind bläst über ihren Körper, ab und an taucht eine Mulatta auf, die Sie mit einem kurzen Seitenblick bedenkt, das eiskalte Getränk steht Griffbereit, aber im Schatten, neben Ihnen.
Sie blicken auf ihren Körper und da rollen diese kleinen Schweisperlen gaaaanz langsam von ihrem Bauchnabel seitlich abwärts und Sie dösen vor sich hin mit unendlich viel Zeit. Das ist Schwitzen.
... link (0 Kommentare) ... comment
Mittwoch, 5. August 2009
Abwrackprämie
bodenflieger, 21:17h
Fünf Milliarden Euro Steuergelder für die Abwrackprämie wurden durch unsere glorreichen Politiker zur Verfügung gestellt. Geschätzte Fünfzigtausend abgewrackte Fahrzeuge wurden eben nicht abgewrackt, sondern einfach schwarz weiter verkauft. Kein schlechtes Geschäft. Die Fahrzeuge werden frei Haus angeliefert und gleich weiter verscherbelt. Hier eine kurze Rechnung. Gehen wir mal davon aus, das diese Fahrzeuge im Schnitt für sagen wir mal Vierhundert Euro pro Fahrzeug nach Afrika oder in den Osten gingen, dann kommen wir auf Zwanzig Millionen Euro. Sozusagen ein kleines Zubrot. Das alles natürlich Steuerfrei.
Nun, wo ist das Problem? Können wir unseren Politiker`n vorwerfen, zu Gutgläubig gehandelt zu haben, als Sie das Gesetz ohne große Absicherung verabschiedeten?
Neeeiiiin, es weiss doch Jeder, das Auto- und Schrotthändler die absolut ehrbahrste Gruppe unter den Gewerbetreibenden in Deutschland sind, oder nicht?
Können wir unseren Politiker`n vorwerfen, leichtfertig mit Steuergeldern umzugehen?
Neeeiiiin, das jährlich erscheinende Schwarzbuch des Bund der Steuerzahler hat ja kaum was zu erzählen über Steuerverschwendung, oder nicht?
Aber bei all dem, was uns an unseren Politikern tagein tagaus ärgert, müssen Wir leider auch sagen:" Wir haben die Deppen gewählt."
Wenn wir, mich absolut mit eingeschlossen, nicht so dickwanstige Plekmatiker wären, hätten Wir schon längst die einzige vernünftige Form der Demokratie eingeführt, die es auf der Welt gibt. Die bindende Volksabstimmung. Gesetzte werden durch direkten Volksentscheid bestimmt und nicht durch ein Parlament, dessen Legitimität aufgrund von Wahlstimmen-Mehrheiten ruht, die mehr als Fragwürdig ist, berechnet man die immer mehr sinkende Wahlbeteiligung und dann aus dieser Minderheitenwahl dann noch den prozentualen Anteil von ca. vierzig Prozent. Umgesetzt heisst das, wenn eine Partei mit vierzig Prozent Wahlstimmen siegt und regiert, dann regiert sie in der Regel mit dem Einverständnis von ca 15 Millionen Menschen. Dummerweise leben in Deutschland aber über Fünzig Millionen Wahlberechtigte.
Jetzt könnte man sagen, und ich höre schon die ersten, die hätten ja wählen können. Aber Wen denn???????
Das Volk sollte keinem Autohändler, keinem Schrotthändler und schon gar keinem Politiker trauen müssen.
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 4. August 2009
La Playa
bodenflieger, 19:55h
Der Strand von Sosua hat gewisse Besonderheiten. Der eigentliche Standabschnitt, also der Bereich an dem man Faul und Träge rumliegt, ist nicht sonderlich breit, so im Mittel vielleicht 15 bis 20 Meter und ungefähr anderthalb Kilometer lang. Gleich dahinter zieht sich auf der ganzen Länge ein etwa 100 meter breiter Streifen Sand dahin, der mit Bäumen bewachsen ist und hervorragend Schatten bietet.
Innerhalb dieses, ich nenn ihn mal Strandwald, sind unzählige kleine Buden aufgestellt, die Souvenirs anbieten aber auch, das ist wohl wichtiger, Speisen und Getränke. Für den erbarmungslosen Strandlieger bietet sich damit auch eine lückenlose Nahrungskette an. Der für die Strandliegen zuständige junge Mann erfüllt auch alle Wünsche in Bezug auf Essen und Trinken.
Ich für meine Person ziehe den schattigen Bereich vor. Mein bevorzugter Platz sind die Plastiktische und Stühle vor Manni`s Bar. Auch eine kleine Bude, die von einem eingewanderten Schwaben schon viele Jahre bewirtet wird. Manni hat eine treue Stammkundschaft, die immer wieder zu Ihm kommt, wenn sie ihren Urlaub in Sosua verbringen. Manni`s Bier ist eiskalt, seine Speisen sind OK und es ist nicht allzu Dreckig. Ausserdem trifft man fast immer irgendwelche anderen Deutsche, wenn man das will und ab und zu auch eine hübsche Dominikanerin.
Für den Urlauber, der die Mitte zwischen "am Strand braten" und "volle Action" sucht, ist das keine schlechte Alternative. Sehen wir uns die Vorteile an;
Man sitzt im Schatten, ungestörter preisgünstiger Getränkefluss, wenn gewollt dann Kommunikation auf allen Ebenen und Aussicht auf Meer, Tanga, Boote u.s.w. Das hat doch was.
Abends schlendert man gemütlich von der Playa in die direkt angrenzende, nur ein paar hundert Meter entfernte, "sündige Meile" von Sosua. Oder erstmal ins Hotel, wie auch immer.
Ich kenne einige Leute,die auf diese Weise ihren Urlaub verbrachten und Glauben Sie mir; es hat Spass gemacht.
... link (0 Kommentare) ... comment
Montag, 3. August 2009
Schreibers großer Tag
bodenflieger, 14:39h
Jetzt hat es ihn doch noch erwischt. Der Waffenschieber mit den guten Beziehungen nach München sitzt nun schon in Deutschland in Haft und wartet auf seinen Prozess hauptsächlich wegen Steuerhinterziehung.
Franz Josef Strauss, Gott oder Teufel habe ihn selig-wie immer man will, hätte die Auslieferung warscheinlich in einem privaten Gespräch mit dem kanadischen Premier verhindert. Max Strauss, der Sohn, der nichtmal halb so clever ist wie sein Vater aber mindestens genauso Gierig, spielt in diesem "Schmieren"-Theater eh keine Rolle mehr.
Kann Schreiber der CSU noch Schaden? Wohl Kaum. Alle betreffenden Politiker sind nicht mehr in Amt und Würden und das Image der CSU in Bayern ist sowieso nicht das von Heiligen.
Der durchschnittliche Stammtisch-Bayer wird, was auch immer noch zu Tage kommt, das Ganze mit dem Satz abtun:" Hund sans scho........." wobei der Rest des Satzes offen bleibt, aber gemeint ist: Ich wäre auch gern so ein erfolgreicher Gauner, sprich Politiker, aber ich komm ja nicht dran.
Nun ist eigentlich nur zu hoffen, das Herr Schreiber bekommt, was Er verdient und uns "Kleinen" der Trost bleibt, das ab und zu auch ein größerer Fisch im Netz hängen bleibt.
... link (0 Kommentare) ... comment
Ab in die Karibik
bodenflieger, 11:28h
Ich will in die Karibik, jetzt, sofort, noch besser Gestern. Nicht das ich noch nie da war. Ich war schon auf Kuba und in Florida und die letzten zwölf Monate viermal in der dominikanischen Republik. Im September flieg ich wieder hin. Allein die Wärme der Subtropen, die dich bereits beim Aussteigen aus dem Flugzeug umfängt. Die Gerüche. Der Lärm der Domis. In einem Land zu sein, das "Kalt" bei 20 Grad plus definiert. Warmer Tropenregen.
Ok, Ok. Nicht alles ist Toll. Es gibt viele Missstände. Ich bin nicht Blind und das Touris wie ich eine ständige Versuchung für die armen Einwohner sind, habe ich schon am eigenen Leib erlebt.
Aber muß ich nun deswegen ständig mit gesenktem Kopf voll Reue durchs Leben gehen?
Nein, aber Sozialkritik soll nicht das Thema sein.
Ich will einmal, je früher desto besser, in der Dominikanischen Republik leben. Im Moment arbeite ich in Deutschland. Am Schreibtisch. Für eine große Fluggesellschaft, deswegen kann ich auch so häufig Fliegen.
Ganz langsam die deutsche Hektik abzulegen und in den karibischen Mantel des "Manana" oder "Quizas" zu schlüpfen.
... link (0 Kommentare) ... comment
Steinmeiers Versprechen
bodenflieger, 11:27h
Guck mal einer an. Wenn uns das nicht bekannt vorkommt. Da gab es doch schon mal einen von der gleichen Fraktion, der in das selbe Horn stiess. Aber der wollte in 4 Jahren die Arbeitslosenzahlen halbieren. Das war sogar noch anspruchsvoller als Steinmeiers Wahlpropaganda. Rechnet man die vier Jahre hoch auf Steinmeiers Zeitraum von 11 Jahren, bis 2020, dann hätte Herr Schröder, Sie erinnern sich, das ist der mit den russischen Freunden, die Arbeitslosenzahl auf weit unter Null gedrückt. Wir hätten dann wieder ein Gastarbeiter-Programm wie in den sechzigern Auflegen müssen.
Und unser aller Aussenminister will also Vollbeschäftigung bis 2020. Lassen Sie uns mal überlegen. Theoretisch möglich und wir sind ja schon auf dem weg dahin, auch ohne Steini als Kanzler. Da sich unsere beiden "Volksparteien" sowieso immer mehr ähneln, spielt doch der Name oder Geschlecht oder gar Fraktionsangehörigkeit des/der amtierenden Kanzler/in überhaupt keine Rolle mehr.
Das ganze funktioniert so: Alle Arbeitslosen über Fünfzig werden zwangsverrentet. Alle anderen Langzeitarbeitslosen werden automatisch in 1 Euro-Jobs gesteckt und dann von den lokalen Behörden, wenn Sie sie gerade nicht selber brauchen, wahnsinnig preisgünstig als Leiharbeitnehmer an die Wirtschaft versklavt (oh, pardon, ich meinte verliehen). Das führt natürlich dazu, das die privaten Verleihfirmen Pleite gehen, aber mal ehrlich, stört das irgend jemand ausser deren Angestellten. Die können dann ja bei den quasi-staatlichen 1 Euro-Verleih-Firmen arbeiten.
Nun werden diese wahnsinnig preisgünstigen Leiharbeitnehmer so im allgemeinen natürlich die Lohnkosten enorm senken, was wiederum zu einem sinkenden Preisniveau im Konsumgüterbereich führen wird. Alles wird billiger, wahnsinn.
ÄÄÄÄHHHHHH, hab ich da was übersehen?????
Hallo Herr Steinmeier, die Bananenrepublik lässt grüßen. Was machen eigentlich Sie nach ihrer politischen Karriere? Rußland ist ja schon von Schröder besetzt. Wie wärs mit Konkursverwalter in Quantanamo, da haben Sie doch schon als Staatssekretär Erfahrungen mit gesammelt.
... link (0 Kommentare) ... comment
Sosua-Santiago
bodenflieger, 11:26h
An meinem zweitletzten Urlaub ließ ich mich von einem Kollegen dazu überreden, von Sosua nach Santiago zu fahren. Morgens so um 10:00 Uhr fuhren wir in meinem Mietwagen los. Mein Kollege fuhr, da er die Strecke kannte.
Mein Kollege ist das Faktotum in der Bar, in der ich in Sosua meist abhänge. Thomas, so sein Name, lebt schon über ein Jahrzehnt auf der DomRep. Er hat schon längst keinen deutschen Pass mehr, allerdings soviel ich weiss auch keinen anderen. Egal, so nach ungefähr zwanzig Kilometer meldete sich mein überstrapazierter Magen. Die Schlaglöcher, das Bier, der Schnaps von Gestern Abend verlangten ihren Tribut und ich gab Mutter Erde in einem Schwall zurück, was ihr gehörte.
Danach gings besser. Wir fuhren durch geile Berglandschaften, hielten an einem Panorama-restaurant, wo ich mir den ersten Schluck des Tages gönnte und damit meine Magennerven entgültig beruhigte.
In Santiago chekten wir in einem billigen Hotel ein, wir wollten bis zum nächsten Tag bleiben, da Thomas hier seine Kinder besuchte, die mit seiner Ex-Frau in Santiago lebten.
Seine Ex lebte in einem noch ärmeren Viertel als unser Hotel. Wir brachten für die Kinder Geschenke mit, die wir kurz zuvor in einem Kaufhaus erstanden hatten.
Dann zogen wir mit den Kindern und seiner Ex-Frau, deren Namen ich vergass, weiter zum großen Denkmal von Santiago Ein großer Turm mit einem ihn umgebenden Park, darin waren überall skurile Plastiken aus Gips aufgestellt, die mit Bronze-Farbe bemalt waren. Naja, wenns gefällt. Wir machten die üblichen Fotos und zogen dann weiter, um die Kinder in einem MC-Donalds zu beglücken.
Später am Abend besuchten wir, die Kinder hatten wir Nachhause gebracht, noch die Ex-Schwiegermutter von Thomas. Eine attraktive Frau, obschon Sie mindestens fünf Kinder zur Welt gebracht hatte. Obwohl die meisten Dominikaner in Häusern wohnen, die ein deutscher Strebergärtner nicht mal als Werkzeugschuppen nehmen würde, legen die Frauen, Ausnahmen bestätigen die Regel, großen Wert auf Aussehen und Kleidung.
Nun, während des Besuchs bei Thomas Ex-Schwiegermutter, gabs noch Krach mit Thomas Ex-Frau, die mit uns noch um die Häuser ziehen wollte was wiederum Thomas nicht wollte u.s.w.
Auf jeden Fall zogen wir dann alleine los. In einem Lokal mit unglaublich lauter Musik assen wir zu Abend. Im großen und ganzen ist Santiago am abend ziemlich öde.
Auf einem Parkplatz, oder was auch immer das war, wurde Musik gespielt und getanzt. Hier tranken wir noch ein paar Bier und eine Domi mit reichlich Kurven, die uns das Bier brachte, lockte mir 100 Peso Trinkgeld raus indem Sie meinen Kopf quasi zwischen ihre recht großen Ballons parkte. Ich bin auch nur ein Mann.
Am nächsten Morgen fuhren wir bei strömendem Regen wieder zurück.
Fazit. Die Berglandschaft zwischen Sosua und Santiago ist großartig. Santiago selbst ist eigentlich nicht der Mühe wert.
Mein Kollege ist das Faktotum in der Bar, in der ich in Sosua meist abhänge. Thomas, so sein Name, lebt schon über ein Jahrzehnt auf der DomRep. Er hat schon längst keinen deutschen Pass mehr, allerdings soviel ich weiss auch keinen anderen. Egal, so nach ungefähr zwanzig Kilometer meldete sich mein überstrapazierter Magen. Die Schlaglöcher, das Bier, der Schnaps von Gestern Abend verlangten ihren Tribut und ich gab Mutter Erde in einem Schwall zurück, was ihr gehörte.
Danach gings besser. Wir fuhren durch geile Berglandschaften, hielten an einem Panorama-restaurant, wo ich mir den ersten Schluck des Tages gönnte und damit meine Magennerven entgültig beruhigte.
In Santiago chekten wir in einem billigen Hotel ein, wir wollten bis zum nächsten Tag bleiben, da Thomas hier seine Kinder besuchte, die mit seiner Ex-Frau in Santiago lebten.
Seine Ex lebte in einem noch ärmeren Viertel als unser Hotel. Wir brachten für die Kinder Geschenke mit, die wir kurz zuvor in einem Kaufhaus erstanden hatten.
Dann zogen wir mit den Kindern und seiner Ex-Frau, deren Namen ich vergass, weiter zum großen Denkmal von Santiago Ein großer Turm mit einem ihn umgebenden Park, darin waren überall skurile Plastiken aus Gips aufgestellt, die mit Bronze-Farbe bemalt waren. Naja, wenns gefällt. Wir machten die üblichen Fotos und zogen dann weiter, um die Kinder in einem MC-Donalds zu beglücken.
Später am Abend besuchten wir, die Kinder hatten wir Nachhause gebracht, noch die Ex-Schwiegermutter von Thomas. Eine attraktive Frau, obschon Sie mindestens fünf Kinder zur Welt gebracht hatte. Obwohl die meisten Dominikaner in Häusern wohnen, die ein deutscher Strebergärtner nicht mal als Werkzeugschuppen nehmen würde, legen die Frauen, Ausnahmen bestätigen die Regel, großen Wert auf Aussehen und Kleidung.
Nun, während des Besuchs bei Thomas Ex-Schwiegermutter, gabs noch Krach mit Thomas Ex-Frau, die mit uns noch um die Häuser ziehen wollte was wiederum Thomas nicht wollte u.s.w.
Auf jeden Fall zogen wir dann alleine los. In einem Lokal mit unglaublich lauter Musik assen wir zu Abend. Im großen und ganzen ist Santiago am abend ziemlich öde.
Auf einem Parkplatz, oder was auch immer das war, wurde Musik gespielt und getanzt. Hier tranken wir noch ein paar Bier und eine Domi mit reichlich Kurven, die uns das Bier brachte, lockte mir 100 Peso Trinkgeld raus indem Sie meinen Kopf quasi zwischen ihre recht großen Ballons parkte. Ich bin auch nur ein Mann.
Am nächsten Morgen fuhren wir bei strömendem Regen wieder zurück.
Fazit. Die Berglandschaft zwischen Sosua und Santiago ist großartig. Santiago selbst ist eigentlich nicht der Mühe wert.
... link (0 Kommentare) ... comment