Sonntag, 20. Juni 2010
Noch so Lange

Das anhaltend kühle Wetter in Deutschland lässt mich mit immer mehr Sehnsucht an meine grüne Insel, die dominikanische Republik, denken. Noch einhundertdreiundzwanzig Tage bis zum Abflug. Leider nicht wie anfang des Jahres geplant, drei Monate, sondern nur fünf Wochen. Grund ist mein Abteilungswechsel in den Einkauf. Da kann man nicht gleich drei Monate abhauen.
Freue mich aber auch über fünf Wochen. Der komplette November gehört mir, Ha. Kann dann in aller Ruhe mein kleines Häuschen einrichten, zwischendrin faul am Strand rumhängen. Mich mit der Chicka streiten und versöhnen u.s.w.
Wie schön könnte doch das Leben sein..........
War bei unseren gloreichen Politikern nicht mal dieses Bürgergeld im Gespräch. Also dieser Grundbetrag für Jeden, egal ob mit oder ohne Arbeit.
Ich für meinen Teil würde mich sofort auf die Insel verabschieden und aus der Karibik heraus das deutsche Sozialsystem unterstützen in dem ich es entlaste.
Hierzu meine Logik; Ich bekomme das Bürgergeld aus Deutschland und lebe damit in der dominikanischen Republik. Das Bürgergeld soll ja alle anderen Transferleistungen der Kommunen und des Staates ersetzen. Natürlich bin ich dann auch in der dominikanischen Republik Krankenversichert. Da das Gesundheitswesen, so viel ich weiß, der größte Einzelposten innerhalb des deutschen Sozialsystem ist, wäre das schon eine Entlastung. Ich werde nächstes Jahr Fünfzig und da können schon so langsam die ersten Zipperlein kommen. Das ist bei den Preisen der deutschen Medizin-Industrie mit Sicherheit teurer als das von mir kassierte Bürgergeld, dass ich dann in der Karibik ausgebe.
Also, meine Damen und Herren aus der politischen Kaste, her mit dem Bürgergeld.

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Freitag, 4. Juni 2010
Präsidenten-Posse

Horst Köhler hat sich schnell verabschiedet. Wahrscheinlich hatte der Mann einfach die Schnauze voll von den aalglatten, oder besser glitschigen, Polit-Clowns in Berlin.
Was ein Theater nun um die Nachfolge. Ob Wulf oder Gauck, dass ist sowas von Egal.
Damit lässt sich aber mal wieder gut ablenken von der Schulden-Misere. Klar ist inzwischen: Die Banken und Versicherer als Verursacher der letzten Wirtschaftskrise sind schon wieder fein raus. Wir dürfen raten, wer denn nun die Zeche zahlt. Natürlich Otto Normalverbraucher.
Ist doch wirklich komisch. Gesetze zur Rettung von angeschlagenen Banken und Versicherungen wurden in Windeseile durchgepeitscht. Die Gesetze, um all die Hassadeure und Spekulanten in den Glaspalästen der Geldwirtschaft haftbar zu machen, haben auf einmal viel Zeit bzw. werden, wenn sie denn angekündigt waren, still unter den Tisch gekehrt.
Ich kann es nur einfach wiederholen. Die Verzahnung von Politik und Geld-Wirtschaft in Deutschland ist so Perfekt, dass selbst das böse Wort "Koruption" es nicht mehr richtig trifft. In Deutschland sind die Wirtschaftszweige an der Ausarbeitung der Gesetze beteiligt, gegen die die Gesetze zum Schutz der Bevölkerung angewandt werden sollten. In Berlin und Bonn arbeiten ca. zweihundert Angestellte von Banken, Versicherungen, Pharmazie u.s.w ganz ofiziell in den Amtsstuben und werkeln an Gesetzes-entwürfen, die dann zur Lesung kommen.
Wir können also getrost von der "Deutschland Aktien Gesellschaft" sprechen.
Ich schlage Herr Josef Ackermann als Bundespräsident vor. Er bekommt neben der Schweizer auch die deutsche Staatsbürgerschaft und da das ganze für einen solchen Multi-Manager eh nur ein Nebenjob ist, kann er weiter seinen Hauptjob ausüben. Vorstand von Deutschland.

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Sonntag, 30. Mai 2010
Dominikanische Frauen

Eine Mulatta ist die Nachfahrin von weissen Europäern und schwarzen Sklaven und es ist eine ganz besondere Mischung. Je nach dem, welcher Anteil der Vorfahren überwiegt, Schwarz oder Weiss, ist das Verhalten der Mulatta einzuschätzen. Sehr dunkle Frauen wollen gerne Heller werden, wozu oft auch mit dubiosen Aufhellern aus der Pharmaindustrie nachgeholfen wird. Der hellere Typ sieht sich gerne als Teil der "besseren" sprich weissen Gesellschaft.
Dominikanische Frauen sind nicht wirklich, wie oft behauptet wird, sehr Eifersüchtig. Sie sind aber sehr Besitzergreifend. Wo hier der Unterschied ist, möge jeder selbst erfahren.
Wie überall auf der Welt können auch dominikanische Frauen mit männlicher Logik nichts anfangen. Allerdings kann der Dickkopf einer Dominikanerin schon erstaunlich sein. Sie kann sich selbst so in Rage bringen, dass Sie ohne mit der Wimper zu zucken ihre gesamte Zukunft riskiert nur um "Recht" zu behalten. Das macht den Umgang mit dominikanischen Frauen manchmal etwas schwierig, auf jeden Fall immer spannend.
Bei allem, was ich hier erzähle, gibt es natürlich auch die Ausnahmen, ich kenne selbst welche und ich bin froh darum, dass nicht alle dominikanischen Frauen gleich sind.

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Freitag, 21. Mai 2010
Gran Canaria

Um dem grauenerregenden Frühling in Deutschland wenigstens für ein paar Tage entgehen zu können, beschloss ich, aus dem Vatertag gleich ein verlängertes Wochenende zu machen und flog auf die Kanaren. Karibik wäre mir lieber gewesen, aber für fünf Tage lohnen sich zehn Stunden Flug nicht.
Angekommen in Las Palmas suchte und fand ich mein Hotel in Playa de Inglese.
Hotel war Sauber, Riu Flamingo, die Einrichtung nicht auf dem neuesten Stand aber akzeptabel.
Der Strand war ungefähr einen Kilometer entfernt. Doch mit dem Mietwagen kein Problem, auch Parken am Strand war gut möglich.
Playa de Inglese und Maspalomas sind eine Touristenmaschine, genau so schlimm, oder gut????, wie El Arenal auf Mallorca.
Das schlimmste waren aber die deutschen Touristen, die bei deutschem Bier, deutschem Essen (Schnitzel mit Kartoffelsalat) in einer deutschen Kneipe vor einem Fernseher saßen und sich deutschen Fussball ansahen. Sie hätten genau so gut in der Wupertaler Altstadt sitzen können. Sonne war gut, Temperatur nur mäßig (20 bis 24 Grad), die Insel selbst etwas Öde.
Kein Vergleich mit meiner grünen Insel Hispaniola.
Habe mit dem Wagen noch ein paar Abstecher ins Inselinnere und die Küste entlang gemacht, aber so richtig Begeistert war ich nicht.
Dass letzte Mal, als ich auf der Insel war, das ist so ca. fünfzehn Jahre her, waren wir eine Gruppe junger Männer und wir tobten uns eine Woche in Playa de Inglese aus. Dafür ist dass Hier alles absolut in Ordnung.
Es ist ein Touristenziel für Kulturbanausen jeglicher Coleur.
Schon der Anflug bei Tag auf die Insel zeigt ein erschreckendes Bild. Rund um den Airport sieht man diese mit weiss-grauen Planen verdeckten Plantagen, in denen mit viel Herbiziden und noch mehr wertvollem Trinkwasser billiges Obst und Gemüse für europäische Supermärkte heran gezüchtet wird.
Maspalomas und Playa de Inglese sind reine Hotelburgen ohne auch nur den geringsten Anspruch auf Tradition oder Geschichte. Lediglich die Hauptstadt Las Palmas rühmt sich mit dem Aufenthalt von Kolumbus während seiner Reise gen Westen.
Wer einen Ort sucht mit Sonnen-Garantie, ist hier gut bedient. Wer gerne im Ausland deutsche Un-Sitten zelebriert, ist hier gut bedient. Wer sich gerne, trotz Euro, im Ausland abzocken lässt, ist hier gut bedient.
Fazit: Nie wieder, dann doch lieber zehn Stunden Flug, auch wenn es nur ein paar Tage sind.

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Sonntag, 9. Mai 2010
Griechisches Debakel

"Ich habs kommen sehen". Den Spruch hört man in letzter Zeit öfters. Gemeint ist natürlich die Misswirtschaft der Griechen.
Ich persönlich kenne nur wenige Griechen. Allerdings haben diese paar Griechen, die ich kenne, ein gemeinsames Merkmal. Sie sind laut. Die Griechen, die ich kenne, können nicht leise oder gedämpft sprechen. Wenn man Sie nicht sieht, so hört man Sie. Man sagt den Italienern eine Gestenreiche Sprache nach. Nichts gegen Griechen. Es wird gesprochen in der Lautstärke eines startenden Flugzeugs und dazu Gestikuliert als wollte man einen Bienenschwarm abwehren.
Stellt sich nun die Frage, was dass mit der Pleite des griechischen Staates zu tun hat?
Nun, mit Schreien und Gestikulieren wird gerne überdeckt. Wenn ich mir, also die Griechen, ständig selber in die Tasche lüge, muß ich Schreien. Damit unterdrücke ich kritische Fragen, auch sich selbst gegenüber. Ein Grieche schreit sogar sein Spiegelbild an. Alles eine Erziehungsfrage. Ist im Übrigen auf dem gesamten Balkan weit verbreitet.
Die Griechen hatten damals das Glück, oder Pech, wie auch immer, als Wiege Europas mit in den Euro-Zirkel aufgenommen zu werden. Obwohl man damals schon wußte, dass Sie die Voraussetzungen nicht erfüllten.
Wenn Europa eine stabile Währung will, dann müssen die einzelnen Mitglieder stärker kontrolliert werden. Europa braucht eine politische Task-Force, die bei Wackel-Kanditaten früh eingreifen kann.
Aber dazu sind die einzelnen Länder noch zu selbständig. Eine Währung, ein Land. Nicht eine Währung und jeder macht was er will. Auf lange Sicht ist es dann besser, die alten Zahlungsmittel wie D-Mark, Drachmen, Peso und France wieder einzuführen.

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Dienstag, 16. März 2010
Hektik

was ein Tag!!!! Nur Stress, von Heute Morgen um sechs bis Jetzt. Und die Hälfte dessen, was ich machen wollte, blieb liegen. Doch was solls, jeder Tag bringt mich wieder näher an meine Insel. Doch sind es noch eine menge Tage und noch viele Überstunden, bis es soweit ist. Hoffentlich klappt das mit den drei Monaten am Stück. Drei Monate Sosua, Karibik.
Doch das Tagesgeschäft geht jetzt erst mal vor. Es soll ja wärmer werden. Ein bischen Frühling. Endlich mal ne andere Jacke als die dicke für den Winter.
Ich stelle mir die Frage, ob dieser Winter wirklich nur ein Ausreißer war. Wenn nun alle Winter so kalt werden. Einige Wissenschaftler sagen ja, dass wir eigentlich in einer Kaltphase wären und das es nur durch den Menschen und seine Klimakiller so warm ist. Hmmmmmm......., Eisbären statt Palmen in Frankfurt.
Nee, Nee, dann aber noch schneller in die Karibik
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Montag, 15. März 2010
Westerwelles Großkotzigkeit

ich werde diesen Menschen nicht "Aussenminister" nennen. So etwas soll Deutschland repräsentieren? Nicht nur sein offensichticher Protagonismus gegenüber Familienmitliedern, seine brutalkapitalistischen Äusserungen gegenüber Hartz Vier Empfängern und die unverholene Sympathie für den gehobenen Mittelstand. Vielmehr will dieser kleine Schw.....priester die Berichte der Journalisten ins Gegenteil umkehren. Alle sind Böse, keiner mag Ihn, ausser den deutschen Hoteliers. Alles ein großes Komplott gegen die FDP und seine Person.
Schickt diesen Mini-Adolf so schnell wie möglich in die Wüste, bevor unser Ruf in der Welt sich wieder verkehrt.
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Sonntag, 14. März 2010
Auswandern mal anderst

raucherhabe Heute Mittag im Fernsehen mal wieder die Auswanderer-Serie von Vox angesehen. Also der absolut Härteste war wohl der Hartz Vier Empfänger aus Berlin, der mit fünfhundert Euro nach Thailand zum Heiraten fliegt. Entweder grenzenlos blöde oder grenzenlos mutig. Es kommt natürlich auch der Verdacht auf, das der Fernsehsender bei der ganzen Geschichte seine Finger im Spiel hatte. Im Flieger sass der Arbeitslose in der Business-Class. Die bekommt man nicht für sechshundertfünfzig Euro. Also für mich sieht das sehr nach Bild-Zeitung-Journalismus aus. Frei nach dem Motto" ...wenn es keine Geschichte gibt, dann machen wir eben eine...."
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Freitag, 12. Februar 2010
Das Grauen

Es ist vier Uhr Morgens, Freitag der 12. Februar. Ich blicke aus dem Fenster und sehe Schnee, schon wieder Schnee. Mann, geht mir dieses Wetter auf den Geist. Wieder eine Rutschpartie zur Arbeit. Fahren wie auf Eiern. Das ist doch alles Sch......ße.
Im Kopf bin ich in der Wärme, in der Karibik,auf "der Insel". Lachen, spielende Kinder am Strand, das Meer, die Wellen. Schöne Palmen, die leicht im Wind rauschen.
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Donnerstag, 11. Februar 2010
Leben und leben lassen

Geht das noch in Deutschland? Eher nicht. Jeder hat eine Rechtschutzversicherung. Die wird bezahlt, monatlich. Mus sich doch irgendwie bezahlt machen. Also klagen wir. Jeder blödsinnige Schwachsinn kommt vor Gericht. Jeder hat "Recht".
Alles viel zu Mühsam. Ich habe keine Lust mehr, den kleingeistigen Scheiß meiner Mitmenschen mitzuleben. Wir haben uns selbst reingeritten, in diesen scheinbaren Sicherheits-kokon.
Klar, in anderen Ländern ist es nicht unbedingt besser. Aber in anderen Ländern ist es zumindest wärmer. Also ab in die Karibik. In ein kleines, korruptes Land. Hier sind die Beamte wenigstens "ehrlich Korrupt". Alles schön Warm. Die Menschen herzlich, aber auch Gierig nach Euro, verständlich.
Da will ich hin, mit ein bischen weniger Geld, etwas weniger Komfort. Aber nie mehr kalte Wintertage. Nie mehr vollversicherte A......löcher. Keine dicken Jacken mehr, die Karibik vor der Tür. Suche nur noch ein finanzielles Standbein. Habe eine Website eröffnet, www.dreamoffyou.com , vielleicht kann ich damit was verdienen, mal schauen.

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Mittwoch, 10. Februar 2010
Schritt für Schritt

Bin immer noch auf der Suche nach einem finanziellem Standbein, das mir den Lebensunterhalt auf "der Insel" sichert. Ich kann mich nicht so richtig entscheiden, auf welche Sache ich mich konzentriere, um eine Basis aufzubauen. Ein Webshop ist OK, nur was genau verkaufe ich denn, oder was biete ich an? www.dreamoffyou.com .
Schwierig, schwierig. Jemand eine Idee?

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Montag, 8. Februar 2010
Näher am Traum

Ich taste mich immer näher an mein Leben in der Karibik heran. Habe im letzten Urlaub auf "der Insel" ein kleines Häuschen gemietet für wenig Geld. Das ist mein Standort. Ausserdem bin ich jetzt stolzer Besitzer einer Website, mit der ic hoffe, Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. Noch ist nicht viel zu sehen darauf. www.dreamoffyou.com . Ich muß mir hier in Deutschland Kooparationspartner suchen und wenn das klappt, verdiene ich mir mein Geld per Internet aus der Karibik.

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Samstag, 17. Oktober 2009
Wie man einen Geier fängt

Bei meiner letzten Reise in die Karibik unternahm ich auch eine Bootstour auf einem Fluss.
Der Rio Yasica ist ein mittelgroßer Fluss, der in den Bergen zwischen der Nordküste und Santiago entspringt. Nach vielen Windungen mündet er dann in den Atlantik. Sehr malerisch.
Auf den letzten Kilometern, bevor das Süßwasser sich mit dem Salzwasser des Meeres auf der Nordseite der Insel Hispaniola vermischt, bieten mehrere Unternehmer Bootstouren an. Je nach Anzahl an Personen wird mit kleineren oder größeren Booten eine Tour veranstaltet. Es geht zuerst durch eine richtige Dschungellandschaft, vorbei an Mangrovenpflanzen, Lianen und was es sonst noch so gibt im Dschungel. Krokodile soll es auch geben, allerdings nicht in diesem Fluss. Lediglich an der Station, an der die Flussfahrt begann, hatte der Besitzer eine kleine Tierschow eingerichtet. Es gab Papageien, Vogelspinnen und eben auch ein Krokodil. Nicht allzu groß, so etwa eineinhalb Meter lang. Das in einem kleinen Gehege eingepferchten Tier konnte einem leid tun, war doch sein Wassertümpel nicht mal tief genug, das es komplett eintauchen konnte. Doch begeben wir uns wieder auf den Fluss. Wir waren eine kleine Gruppe von drei Deutschen und drei dominikanischen Damen sowie unserem Führer, ein Dominikaner mit erstaunlich guten Deutschkenntnissen. Unser kleines Boot war mit einer Kühlbox ausgestattet, in der reichlich Presidente, das einheimische Bier, untergebracht war. Das Problem des Verdurstens war damit gebannt. Während der Fahrt plapperte unser Bootsführer munter drauf los, erzählte dies und das, doch so richtig zuhören konnte ich nicht, faszinierte mich doch die Flusslandschaft wirklich sehr. Wir fuhren in einem gemächlichen Tempo zuerst den Fluss abwärts um dann nachher einen Nebenfluss hinauf zu fahren. Dieser Nebenfluss war breiter als der eigentliche Fluss Yasica, dafür sehr viel flacher. Während der Fahrt bemerkten wir weiter voraus einen Schwarm Geier am Himmel kreisen. Es waren so etwa dreißig bis vierzig Tiere, die Beständig über eine Stelle nahe am Fluss flogen. Vermutlich lag dort ein verendetes Tier. Unser Bootsführer schien erst nicht interessiert und behandelte die Angelegenheit mit etwas Gleichgültigkeit. Doch beim näher kommen entdeckte Er etwas, was Ihn sehr lebhaft werden ließ. Auf einem abgestorbenen Ast, der im Wasser nahe des Ufer lag, saß ein junger Geier. Wir drei Touristen hätten dem keine weitere Beachtung geschenkt, unser einheimischer Führer erkannte aber sofort, das es sich um ein zwar fast erwachsenes Tier handelte, aber eben noch nicht Flügge. Der Geier musste wohl bei seinem ersten Flugversuch auf dem Ast gelandet sein und kam nun nicht mehr weg. Ich erinnerte mich dunkel, dass Geier beim Starten vom Boden so etwas wie eine kurze Startbahn benötigen. Also ein Losfliegen direkt aus dem Stand ging nicht.Auch unser Bootsführer schien dies zu wissen und steuerte das Boot langsam auf den Ast mit dem Geier zu. Er ließ das Boot längs zu dem Ast treiben und schnappte quasi im vorbei gehen den Geier mit geübtem Griff an den Flügeln. Die Gegenwehr des immerhin schon recht großen Tiers war erstaunlich gering. Ein schwacher Versuch mit den Flügeln zu schlagen, war alles. Unser Geierfänger band dem Tier die Füße zusammen und legte ihn auf den Bootsboden. Dann setzten wir unsere Reise fort. Das Tier blieb still. Nach einem ausgiebigen Bad an einer weiter oben gelegenen flachen Stelle fuhren wir mit dem Boot den Fluss hinunter bis zur Mündung. dort landeten wir und aßen in einer Hütte zu Salsa-Musik köstlichen Fisch mit Reis, sahen den Brandungswellen des Atlantik zu und ich bemerkte erst jetzt, dass ich mir einen gewaltigen Sonnenbrand eingehandelt hatte. Edel wie ich nun mal bin, habe ich mein Hemd einer der Damen während des Badens zur Verfügung gestellt. In der darauf folgenden Nacht war nicht viel mit Schlafen. Ein gekochter Hummer sah gegen mich nur Blassrosa aus.
Wir kehrten zurück zum Boot und konnten feststellen, dass der Geier immer noch da war. Er schien auch nicht zu leiden. Es lag eher so was wie Gleichgültigkeit in seinen glänzenden schwarzen Augen. Vielleicht wusste dieses Tier aufgrund seines Wesens, das wirklich alles vergänglich war.
Nach der Rückkehr zu der Anlegestelle, an der unsere Tour begann, verabschiedete ich mich von den zwei anderen Deutschen und zwei der Damen, die dritte war mit mir gekommen. Beim Abschied fragte ich den Bootsführer, was Er denn mit dem Geier machen wolle. Nun, der Geier werde an Tierhändler verkauft, das bringe so etwa fünfzig Dollar ein. Immerhin ungefähr ein drittel eines Monatslohn hier auf der Insel.
Einige von uns übersättigten Europäer werden nun den Gedanken der Tierquälerei im Gehirn hin und her wälzen. Das Tier wurde nicht gequält und landet vermutlich in einem Zoo. Tausendmal besser, als ein Mastschwein in Deutschland zu sein.

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Mittwoch, 2. September 2009
Kollegen
Es gibt Menschen, die man nicht braucht. In der Freizeit versucht der normale Mensch sich mit Personen zu umgeben, die Ihm oder Ihr angenehm sind. Allen anderen geht man aus dem Weg, oder geht nicht hin, wo "die" sind. Schwierig ist das bei den lieben Verwandten. Ab und an stehen Pflichtbesuche an, die sich schwer vermeiden lassen, will man nicht gleich als Eigenbrötler abgestempelt werden. Am besten geht man dem aus dem Weg, indem man keine Verwandten hat oder nicht mehr hat. So mancher Mörder von Eltern und Geschwistern hatte vielleicht genau das im Sinn. Gut, das ist etwas übertrieben. Aber wenn wir Erlich zu uns selber sind, müssen wir uns eingestehen, das Mordgelüste nicht so selten sind. Oder zumindest der betreffenden Person so richtig eine aufs Maul. Ich für meinen Teil habe den Vorteil, das die nächste Verwandschaft dreihundersechzig Kilometer weit entfernt wohnt. Das erspart auch so tolle Anrufe wie:" Kannst du uns beim Umzug helfen, du bist doch groß und kräftig........"
Oder ähnlich gelagertes wie Umbau und Renovierung. Bei meinen seltenen Besuchen, meist zu irgendwelchen Anlässen wie runder Geburtstag oder auch mal Weihnachten verbringe ich gerne ein oder zwei Tage im Kreise der Familie. Ich bin dann aber auch genauso gerne wieder auf der Autobahn Richtung Heimwärts, in meine wunderbare einsame Junggesellen-Bude.
Wem man nicht aus dem Weg gehen kann, sind Kollegen. Bestimmten Kollegen natürlich. Zu achtundneunzig Prozent sind Kolleginnen und Kollegen verträgliche nette Menschen, die genau wie ich ihren Job erledigen wollen und sich dann gerne wieder in die verdiente Freizeit verabschieden. Dann gibt es da diese zwei Prozent die unter mehreren Begriffen meinerseits firmieren. Das beginnt bei der normalen Nervensäge, der der Hyperfreundliche folgt. Dann die Schleimer. Darauf folgt der Wichtigtuer. Beim Wichtigtuer unterscheide ich zwischen permanentem Wichtigtuer und die schlimmere Sorte der Wichtigtuer vor Fremden. Die Sorte, die sonst total Kollegial tut und sich sofort beginnt aufzuspielen, wenn eine andere Person, möglichst eine eventuell Karrierefördernde, auftaucht. Nun zu den "Verbiesterten". Den ganzen Tag rennen die armen Schweine mit Leichenbittermine herum. Die Welt ist ja so schlecht. Die extreme Sorte der "Hinterhältigen" sind ein besonderes Kapitel. Vorne rum Lieb, Freundlich und Nett, haben Sie bereits längst begonnen, den "lieben Kollegen" anzuschwärzen wo es nur Geht. Doch der absolute Spitzenreiter ist und bleibt für mich das gewöhnliche Arschloch. Unfreundliche Deppen, die nur ihre eigene Meinung gelten lassen und jeden der in der Hierarchie vermeintlich unter Ihnen steht wie Dreck behandeln. Bei der Sorte könnte ich Stundenlang ohne Bezahlung.......
Denken Sie sich den Rest.

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