was ein Tag!!!! Nur Stress, von Heute Morgen um sechs bis Jetzt. Und die Hälfte dessen, was ich machen wollte, blieb liegen. Doch was solls, jeder Tag bringt mich wieder näher an meine Insel. Doch sind es noch eine menge Tage und noch viele Überstunden, bis es soweit ist. Hoffentlich klappt das mit den drei Monaten am Stück. Drei Monate Sosua, Karibik.
Doch das Tagesgeschäft geht jetzt erst mal vor. Es soll ja wärmer werden. Ein bischen Frühling. Endlich mal ne andere Jacke als die dicke für den Winter.
Ich stelle mir die Frage, ob dieser Winter wirklich nur ein Ausreißer war. Wenn nun alle Winter so kalt werden. Einige Wissenschaftler sagen ja, dass wir eigentlich in einer Kaltphase wären und das es nur durch den Menschen und seine Klimakiller so warm ist. Hmmmmmm......., Eisbären statt Palmen in Frankfurt.
Nee, Nee, dann aber noch schneller in die Karibik
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ich werde diesen Menschen nicht "Aussenminister" nennen. So etwas soll Deutschland repräsentieren? Nicht nur sein offensichticher Protagonismus gegenüber Familienmitliedern, seine brutalkapitalistischen Äusserungen gegenüber Hartz Vier Empfängern und die unverholene Sympathie für den gehobenen Mittelstand. Vielmehr will dieser kleine Schw.....priester die Berichte der Journalisten ins Gegenteil umkehren. Alle sind Böse, keiner mag Ihn, ausser den deutschen Hoteliers. Alles ein großes Komplott gegen die FDP und seine Person.
Schickt diesen Mini-Adolf so schnell wie möglich in die Wüste, bevor unser Ruf in der Welt sich wieder verkehrt.
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habe Heute Mittag im Fernsehen mal wieder die Auswanderer-Serie von Vox angesehen. Also der absolut Härteste war wohl der Hartz Vier Empfänger aus Berlin, der mit fünfhundert Euro nach Thailand zum Heiraten fliegt. Entweder grenzenlos blöde oder grenzenlos mutig. Es kommt natürlich auch der Verdacht auf, das der Fernsehsender bei der ganzen Geschichte seine Finger im Spiel hatte. Im Flieger sass der Arbeitslose in der Business-Class. Die bekommt man nicht für sechshundertfünfzig Euro. Also für mich sieht das sehr nach Bild-Zeitung-Journalismus aus. Frei nach dem Motto" ...wenn es keine Geschichte gibt, dann machen wir eben eine...."
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Es ist vier Uhr Morgens, Freitag der 12. Februar. Ich blicke aus dem Fenster und sehe Schnee, schon wieder Schnee. Mann, geht mir dieses Wetter auf den Geist. Wieder eine Rutschpartie zur Arbeit. Fahren wie auf Eiern. Das ist doch alles Sch......ße.
Im Kopf bin ich in der Wärme, in der Karibik,auf "der Insel". Lachen, spielende Kinder am Strand, das Meer, die Wellen. Schöne Palmen, die leicht im Wind rauschen.
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Geht das noch in Deutschland? Eher nicht. Jeder hat eine Rechtschutzversicherung. Die wird bezahlt, monatlich. Mus sich doch irgendwie bezahlt machen. Also klagen wir. Jeder blödsinnige Schwachsinn kommt vor Gericht. Jeder hat "Recht".
Alles viel zu Mühsam. Ich habe keine Lust mehr, den kleingeistigen Scheiß meiner Mitmenschen mitzuleben. Wir haben uns selbst reingeritten, in diesen scheinbaren Sicherheits-kokon.
Klar, in anderen Ländern ist es nicht unbedingt besser. Aber in anderen Ländern ist es zumindest wärmer. Also ab in die Karibik. In ein kleines, korruptes Land. Hier sind die Beamte wenigstens "ehrlich Korrupt". Alles schön Warm. Die Menschen herzlich, aber auch Gierig nach Euro, verständlich.
Da will ich hin, mit ein bischen weniger Geld, etwas weniger Komfort. Aber nie mehr kalte Wintertage. Nie mehr vollversicherte A......löcher. Keine dicken Jacken mehr, die Karibik vor der Tür. Suche nur noch ein finanzielles Standbein. Habe eine Website eröffnet, www.dreamoffyou.com , vielleicht kann ich damit was verdienen, mal schauen.
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Bin immer noch auf der Suche nach einem finanziellem Standbein, das mir den Lebensunterhalt auf "der Insel" sichert. Ich kann mich nicht so richtig entscheiden, auf welche Sache ich mich konzentriere, um eine Basis aufzubauen. Ein Webshop ist OK, nur was genau verkaufe ich denn, oder was biete ich an? www.dreamoffyou.com .
Schwierig, schwierig. Jemand eine Idee?
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Ich taste mich immer näher an mein Leben in der Karibik heran. Habe im letzten Urlaub auf "der Insel" ein kleines Häuschen gemietet für wenig Geld. Das ist mein Standort. Ausserdem bin ich jetzt stolzer Besitzer einer Website, mit der ic hoffe, Geld für den Lebensunterhalt zu verdienen. Noch ist nicht viel zu sehen darauf. www.dreamoffyou.com . Ich muß mir hier in Deutschland Kooparationspartner suchen und wenn das klappt, verdiene ich mir mein Geld per Internet aus der Karibik.
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Bei meiner letzten Reise in die Karibik unternahm ich auch eine Bootstour auf einem Fluss.
Der Rio Yasica ist ein mittelgroßer Fluss, der in den Bergen zwischen der Nordküste und Santiago entspringt. Nach vielen Windungen mündet er dann in den Atlantik. Sehr malerisch.
Auf den letzten Kilometern, bevor das Süßwasser sich mit dem Salzwasser des Meeres auf der Nordseite der Insel Hispaniola vermischt, bieten mehrere Unternehmer Bootstouren an. Je nach Anzahl an Personen wird mit kleineren oder größeren Booten eine Tour veranstaltet. Es geht zuerst durch eine richtige Dschungellandschaft, vorbei an Mangrovenpflanzen, Lianen und was es sonst noch so gibt im Dschungel. Krokodile soll es auch geben, allerdings nicht in diesem Fluss. Lediglich an der Station, an der die Flussfahrt begann, hatte der Besitzer eine kleine Tierschow eingerichtet. Es gab Papageien, Vogelspinnen und eben auch ein Krokodil. Nicht allzu groß, so etwa eineinhalb Meter lang. Das in einem kleinen Gehege eingepferchten Tier konnte einem leid tun, war doch sein Wassertümpel nicht mal tief genug, das es komplett eintauchen konnte. Doch begeben wir uns wieder auf den Fluss. Wir waren eine kleine Gruppe von drei Deutschen und drei dominikanischen Damen sowie unserem Führer, ein Dominikaner mit erstaunlich guten Deutschkenntnissen. Unser kleines Boot war mit einer Kühlbox ausgestattet, in der reichlich Presidente, das einheimische Bier, untergebracht war. Das Problem des Verdurstens war damit gebannt. Während der Fahrt plapperte unser Bootsführer munter drauf los, erzählte dies und das, doch so richtig zuhören konnte ich nicht, faszinierte mich doch die Flusslandschaft wirklich sehr. Wir fuhren in einem gemächlichen Tempo zuerst den Fluss abwärts um dann nachher einen Nebenfluss hinauf zu fahren. Dieser Nebenfluss war breiter als der eigentliche Fluss Yasica, dafür sehr viel flacher. Während der Fahrt bemerkten wir weiter voraus einen Schwarm Geier am Himmel kreisen. Es waren so etwa dreißig bis vierzig Tiere, die Beständig über eine Stelle nahe am Fluss flogen. Vermutlich lag dort ein verendetes Tier. Unser Bootsführer schien erst nicht interessiert und behandelte die Angelegenheit mit etwas Gleichgültigkeit. Doch beim näher kommen entdeckte Er etwas, was Ihn sehr lebhaft werden ließ. Auf einem abgestorbenen Ast, der im Wasser nahe des Ufer lag, saß ein junger Geier. Wir drei Touristen hätten dem keine weitere Beachtung geschenkt, unser einheimischer Führer erkannte aber sofort, das es sich um ein zwar fast erwachsenes Tier handelte, aber eben noch nicht Flügge. Der Geier musste wohl bei seinem ersten Flugversuch auf dem Ast gelandet sein und kam nun nicht mehr weg. Ich erinnerte mich dunkel, dass Geier beim Starten vom Boden so etwas wie eine kurze Startbahn benötigen. Also ein Losfliegen direkt aus dem Stand ging nicht.Auch unser Bootsführer schien dies zu wissen und steuerte das Boot langsam auf den Ast mit dem Geier zu. Er ließ das Boot längs zu dem Ast treiben und schnappte quasi im vorbei gehen den Geier mit geübtem Griff an den Flügeln. Die Gegenwehr des immerhin schon recht großen Tiers war erstaunlich gering. Ein schwacher Versuch mit den Flügeln zu schlagen, war alles. Unser Geierfänger band dem Tier die Füße zusammen und legte ihn auf den Bootsboden. Dann setzten wir unsere Reise fort. Das Tier blieb still. Nach einem ausgiebigen Bad an einer weiter oben gelegenen flachen Stelle fuhren wir mit dem Boot den Fluss hinunter bis zur Mündung. dort landeten wir und aßen in einer Hütte zu Salsa-Musik köstlichen Fisch mit Reis, sahen den Brandungswellen des Atlantik zu und ich bemerkte erst jetzt, dass ich mir einen gewaltigen Sonnenbrand eingehandelt hatte. Edel wie ich nun mal bin, habe ich mein Hemd einer der Damen während des Badens zur Verfügung gestellt. In der darauf folgenden Nacht war nicht viel mit Schlafen. Ein gekochter Hummer sah gegen mich nur Blassrosa aus.
Wir kehrten zurück zum Boot und konnten feststellen, dass der Geier immer noch da war. Er schien auch nicht zu leiden. Es lag eher so was wie Gleichgültigkeit in seinen glänzenden schwarzen Augen. Vielleicht wusste dieses Tier aufgrund seines Wesens, das wirklich alles vergänglich war.
Nach der Rückkehr zu der Anlegestelle, an der unsere Tour begann, verabschiedete ich mich von den zwei anderen Deutschen und zwei der Damen, die dritte war mit mir gekommen. Beim Abschied fragte ich den Bootsführer, was Er denn mit dem Geier machen wolle. Nun, der Geier werde an Tierhändler verkauft, das bringe so etwa fünfzig Dollar ein. Immerhin ungefähr ein drittel eines Monatslohn hier auf der Insel.
Einige von uns übersättigten Europäer werden nun den Gedanken der Tierquälerei im Gehirn hin und her wälzen. Das Tier wurde nicht gequält und landet vermutlich in einem Zoo. Tausendmal besser, als ein Mastschwein in Deutschland zu sein.
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Oder ähnlich gelagertes wie Umbau und Renovierung. Bei meinen seltenen Besuchen, meist zu irgendwelchen Anlässen wie runder Geburtstag oder auch mal Weihnachten verbringe ich gerne ein oder zwei Tage im Kreise der Familie. Ich bin dann aber auch genauso gerne wieder auf der Autobahn Richtung Heimwärts, in meine wunderbare einsame Junggesellen-Bude.
Wem man nicht aus dem Weg gehen kann, sind Kollegen. Bestimmten Kollegen natürlich. Zu achtundneunzig Prozent sind Kolleginnen und Kollegen verträgliche nette Menschen, die genau wie ich ihren Job erledigen wollen und sich dann gerne wieder in die verdiente Freizeit verabschieden. Dann gibt es da diese zwei Prozent die unter mehreren Begriffen meinerseits firmieren. Das beginnt bei der normalen Nervensäge, der der Hyperfreundliche folgt. Dann die Schleimer. Darauf folgt der Wichtigtuer. Beim Wichtigtuer unterscheide ich zwischen permanentem Wichtigtuer und die schlimmere Sorte der Wichtigtuer vor Fremden. Die Sorte, die sonst total Kollegial tut und sich sofort beginnt aufzuspielen, wenn eine andere Person, möglichst eine eventuell Karrierefördernde, auftaucht. Nun zu den "Verbiesterten". Den ganzen Tag rennen die armen Schweine mit Leichenbittermine herum. Die Welt ist ja so schlecht. Die extreme Sorte der "Hinterhältigen" sind ein besonderes Kapitel. Vorne rum Lieb, Freundlich und Nett, haben Sie bereits längst begonnen, den "lieben Kollegen" anzuschwärzen wo es nur Geht. Doch der absolute Spitzenreiter ist und bleibt für mich das gewöhnliche Arschloch. Unfreundliche Deppen, die nur ihre eigene Meinung gelten lassen und jeden der in der Hierarchie vermeintlich unter Ihnen steht wie Dreck behandeln. Bei der Sorte könnte ich Stundenlang ohne Bezahlung.......
Denken Sie sich den Rest.
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Seltsamerweise haben viele meiner Bekannten ein Geografisches Problem. Sehr viele sehen Freiburg schon als südlichste Stadt Deutschland an. Das es von Freiburg noch gute achtzig Kilometer bis Basel sind, wird großzügig übersehen. Doch ich will etwas über die Schweizer erzählen. Da ich die Ehre und das Vergnügen hatte, sechs Jahre lang in der Schweiz zu arbeiten und wie gesagt in direkter Nachbarschaft aufgewachsen bin, maße ich mir an, zumindest die Nordschweizer zu kennen. Den Schweizern wird ein hohes Maß an Genauigkeit, siehe Uhren, nachgesagt. Stimmt! Ein Schweizer denkt zuerst nach, sehr gründlich. Jedes Problem wird von möglichst jeder Seite betrachtet und wenn möglich werden noch mehrere Personen hinzugezogen, die sich an der Betrachtung beteiligen sollen. Darüber kann schon eine Menge Zeit vergehen, was wiederum dazu führt, das den Schweizern eine gewisse Langsamkeit nachgesagt wird. Stimmt auch! Wenn in der Schweiz ein Handwerker morgens um Sieben sein Tagwerk beginnt kann es schon mal bis halbzehn dauern, bis ein Handstreich getan ist. Warum bis Halbzehn? Bis Neun wird nachgedacht und dann ist Pause. Die Pausen in der Schweiz folgen genauen Ritualen. Während der deutsche Handwerker und Büroangestellte seine Brote mitbringt, geht der Schweizer ins Gasthaus. Im Dialekt heist diese Pause "znuene". Versuchen Sie nicht, das auszusprechen, es klappt nicht. Dazu müssen Sie vor Ort aufgewachsen sein. Genauso verhält es sich mit dem Mittagessen und der Pause um Fünfzehn Uhr. Die Schweizer Gaststätten und Restaurants sind darauf eingestellt und bieten entsprechende Speisen an. Der Schweizer hat durchschnittlich ein höheres Einkommen als der Deutsche, aber auch höhere Lebenshaltungskosten. Nur die Steuer ist im Alpenländle gnädiger zu seinen Bürgern. Sehr Teuer sind Spirituosen und Fleisch. Aus diesem Grunde wimmelt es an Samstagen in den Grenznahen Städten auf deutscher Seite auch von Schweizern auf Einkaufstour. Die deutschen Geschäfte generieren einen erheblichen Teil ihres Umsatzes aus den Schweizer Kunden. Viele tausend Deutsche arbeiten als Grenzgänger in der Schweiz, wie schon erwähnt, auch ich damals. Die Finanzstarke und Stabile Schweiz ist ein Glücksfall für den Süden von Baden Württemberg, der von der nächstgroßen Wirtschaftszone Stuttgart fast zweihundert Kilometer entfernt ist. Zürich liegt nur dreissig Kilomter von der Grenze entfernt.
Die Schweizer selbst haben gewisse Eigenarten, die Sie dem deutschen Betrachter manchmal etwas seltsam erscheinen lassen. Sie neigen zu einem etwas übertriebenen Nationalstolz. Gleich wie in Amerika findet man überall die Nationalflagge, das weisse Kreuz auf rotem Grund, in den Vorgärten. Auch die Schweizer Armee ist eine fest installierte Institution, ist doch jeder wehrfähige Schweizer quasi bis zur Rente allzeit bereit, sein Land zu verteidigen. Was wir von den Schweizern lernen könnten, wenn unsere Karriere-Politiker nicht Angst um ihre Pfründe hätten, wäre das Demokratie-Verständnis. Wichtige Gesetze werden in der Schweiz per direkter Volksabstimmung entschieden. Das dass Funktioniert, zeigt die politische Stabilität und was es wirklich Liebenswert macht, das man auch höchste Politiker in der Hauptstadt Bern in der Strassenbahn treffen kann. Es ist ohne Frage ein schönes Land und die Menschen darin sind auf witzige Art einfach etwas Komisch.
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Das Mainuferfest zieht jedes Jahr so etwa eine Million Menschen an.
Sonntags findet immer das Drachenbootrennen statt und das passt dieses Jahr auch zum Motto: Das Reich der Mitte. Auf der insgesammt über acht Kilometer langen Festmeile entlang beiderseits des Main finden sich Stände aller Kulturen, die sich in Frankfurt im Laufe der Jahrhunderte angesiedelt haben. Sehr stark vertreten sind die süd- und mittelamerikanischen Länder, aber auch Asien und Osteuropa. Die Frankfurter Vereine präsentieren sich und auf zahlreichen Bühnen singen Künstler aller Stilgruppen.
Wenn wie Heute das Wetter stimmt, ist das alles eine tolle Sache. Für Jemanden mit klaustrophobischen Anwandlungen könnte es allerdings an manchen Stellen "eng" werden. Zeitweise kommt man nur im Trippelschritt weiter und muß immer wieder aufpassen, das man nicht hinterrücks von Kinderwagen überrollt wird. Auch die Preise lassen im großen Schnitt wenig Spielraum. Bier ab drei Euro, Alkoholfrei so ab zwei Euro. Etwas härtere Sachen ab fünf Euro. Da ich in der D-Mark-Zeit aufgewachsen bin, rechne ich immer noch automatisch um und finde sechs Mark für eine 0,3 l. Flasche Bier schlichtweg zu viel. Auch die Speisen, wenn auch wirklich abwechslungsreich und interessant, liegen so bei ca. sechs Euro. Das sind ungefähr zwölf D-Mark. Eindeutig zuviel. Für mich als Junggeselle nicht wirklich ein Problem, für eine Familie ist es schon problematischer. Doch die Sonne lacht und freuen wir uns einfach an allem. Da ich das deutsche Wetter kenne, wird das einer der letzten schönen, warmen Tage dieses Jahres gewesen sein.
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Es ist heiß in Phoenix, Arizona, und ich hatte einen ziemlich beschissenen Tag hinter mir. Die Zeitarbeitsfirma, bei der ich gerade jobbte, hat mich und Georg, ein kleiner Farbiger mit großer Klappe, zu einer Baustelle im Industriegebiet geschickt. Wir bekamen einen Helm, eine Schaufel und ein paar Handschuhe und durften den ganzen Tag hinter Planierraupen herdackeln, um Dreck und Sand von den Randsteinen weg zu schaufeln.
Das ganze sollte ein großer Parkplatz werden und es schien so, als wollten die Jungs von der Baufirma heute den Weltrekord im Parkplatzbau aufstellen. Wir malochten von Morgens um Sieben bis abends um Fünf mit gerade mal 15 Minuten Pause dazwischen, was meinen Kollegen Georg zu nicht gerade feinen Äußerungen in Richtung Polier brachte. Der kleine konnte sich richtig aufregen, jedoch mit mäßigem Erfolg.
Irgendwie brachten wir den Tag hinter uns, ließen uns im Büro die Schecks ausstellen, um diese sofort im nächsten Drugstore in Bargeld zu verwandeln.
Ich komme also wie gesagt nach diesem Scheißtag zurück in mein Hotel. Das Golden West ist eine heruntergekommene Bruchbude mit winzig kleinen Verschlägen aus Rigipswänden, gerade mal so groß, das eine versiffte Matratze hineinpasst. Die Wände gehen nicht mal bis zur Decke und man ist von seinen Zimmernachbarn nur durch diese Rigipsplatten getrennt, auf denen sich die jeweiligen Vorbewohner mit Filzstift, Kugelschreiber, Sperma und Menstruationsblut verewigt hatten.
Dafür kostete das Zimmer nur 8 Dollar die Nacht und die Bude lag im Stadtzentrum. Meine Mitbewohner waren zum größten Teil Junkies, Huren und Dealer mit mäßigem Erfolg. Zwei Blocks weiter stand das Grand Hyatt, an dem Abends die dicken Stretchlimousines vorrauschten um die etwas besser betuchten Gäste der Stadt irgendwohin zu kutschieren. Währenddessen saß unsereins im "Foyer" des Golden West, einem kleinen Vorraum mit vergittertem Empfang, einem Getränkekühlschrank, Plastikstühlen, Ventilator und einem Farbfernseher mit Videogerät, in dem allabendlich irgendein Hollywoodstreifen lief, vorzugsweise auf die Klientel des Hotel abgestimmt. An diesem Abend kam ich also zurück und der Manager, von dem ich nicht mal ahnte, das Er der Manager sein könnte, trat mir in den Weg und fragte mich ob ich die vernagelte Dusche im ersten Stock aufgebrochen habe. Ich schaute mir den Typen mit seinen fettigen, langen Haaren, dem Schmerbauch und dem unrasierten Kinn an und dachte mir "was Solls". Klar, gab ich ihm zu verstehen, es war die einzige saubere Dusche, voran die Nägel, mit der die Tür fest verschlossen war, nicht ganz unschuldig waren. Also nahm ich meine Taschenzange zur Hilfe und konnte mir endlich mal wieder in einer sauberen Dusche den Dreck runterwaschen. Der Manager war ziemlich Sauer, da der Abfluss der Dusche irgendwo ein Leck hatte und ich beim Duschen irgendwas unter Wasser gesetzt hatte. Deswegen war die also vernagelt. Ich machte ihm klar, das ich sofort aus der Bruchbude ausziehe, wenn ich das Geld zurückbekomme, das ich für eine Woche im voraus bezahlt hatte. Er erklärte sich einverstanden, wollte mich dann doch noch um einen Tag betrügen, was ihm aber nicht gelang, weil mein Visum zu der Zeit noch in Ordnung war und ich ihm locker mit der Polizei drohen konnte. Ich duschte noch mal, nicht in der vernagelten, und packte dann meinen Rucksack.
Da stand ich also wieder auf der Straße, es war 7 Uhr abends, die Sonne war gerade dabei, sich hinter den Horizont aus dem staubigen Arizona zu verabschieden und es waren immer noch so etwa 30 Grad im Schatten. Ich wusste von einem anderen Hotel, ein paar Strassen weiter südlich, das ähnlich preiswert war, trabte dort hin, nur um dann zu hören, das dass letzte Zimmer gerade vergeben war und ich sah dem Typ an, das er bereits wusste, wer ich war. Dieser Scheißkerl aus dem Golden West hatte nach meinem Weggang wahrscheinlich einen Rundruf gestartet.
OK, dachte ich mir, schläfst du mal wieder im Freien. Es war Anfang Mai in Arizona. Ich hatte also kaum mit Regen zu rechnen. Mein Job für den nächsten Tag stand schon fest und ich wußte auch wo. Eine Baustelle im Norden von Phoenix. Sie brauchten dort ein paar Putzteufel, die den Dreck der Handwerker beseitigen mussten. Ich setzte mich in den nächsten Bus und fuhr die drei Meilen bis in die Nähe der Baustelle. Es war immer noch sehr hell und immer noch sehr warm. Ich lief eine Strasse entlang, ohne genaues Ziel. An einer Kreuzung, an der sich eine Tankstelle und eine Kirche befanden, saß ein Typ auf einer Mauer. Er hatte Militärhosen an und ein dreckiges T-Shirt. Da ich nichts besseres zu tun hatte, setzte ich mich zu Ihm. Er hieß All und ich fragte ihn ob er Lust auf ein paar Bier habe, was er nicht abschlug. Ich lies meinen Rucksack in seiner Obhut und trabte über die Straße in die Tankstelle, um einen Sechserpack Coors zu erstehen.
Es gibt fast nichts geileres als bei 50 Grad im Schatten in einer Stockdunklen Kneipe an de Theke zu sitzen und sich eiskalte Biere den Hals runter laufen zu lassen. Ab und zu geht die Tür der Kneipe auf und man sieht das gleißend helle Rechteck der Türöffnung bevor sie sich wieder schließt. Dann brauchen deine Augen wieder ein paar Sekunden, um sich an das Dunkel in der Kneipe zu gewöhnen. An so einem Tag in so einer Kneipe hab ich mal eine Fette Navajo aufgerissen, aber das ist eine andere Geschichte. Ich wollte nur sagen, es ist fast genauso geil, an einem warmen Maiabend auf einer Mauer zu sitzen und eiskalte Biere zu trinken, vollbusigen Chicanoweibern nachzuschauen und dummes Zeug zu labern. Ich gab All ein Bier aus dem Sechserpack und wir stießen auf bessere Zeiten an. All war ein Vietnamveteran, der wie so viele die Beine nicht mehr auf den Boden bekam. Irgendwie kamen wir dann auf die Beatles, besser gesagt, All kam drauf. War aber nicht allzu verwunderlich, denn All kam immer irgendwie auf die Beatles, wie ich feststellen musste. All konnte mir so ziemlich alles über die Beatles erzählen, was es gab und ich musste es glauben, denn die vier Jungs aus England waren mir eigentlich egal, mal abgesehen von den wirklich guten Songs die ich auch echt gerne hörte. All war in seinem Element und nichts konnte ihn bremsen. Er erzählte von den ersten Auftritten bis zu John Lennon's tot in New York und meine gelegentlichen Ablenkungsmanöver zu einem anderen Thema wurden entweder ignoriert oder sogleich wieder auf die Beatlesspur zurückgeführt. Ich lies ihn reden, machte mir ein zweites Bier auf und schaute All an, der immer eifriger die Lebensgeschichte der Pilzköpfe ausbreitete und dabei eine etwas unangenehme Angewohnheit bemerken lies. Er spuckte beim Reden. Und wie, seine Tiraden waren begleitet von einem Schwall von Speichel, der in alle Himmelsrichtungen flog. Ich rückte etwas ab und stellte mein Bier auf die andere Seite. All war inzwischen bei Linda Mc Cartney' s tragischem Tot angelangt, was mich zu der Bemerkung reizte, das dass nicht mehr viel mit den Beatles an sich zu tun hätte. Das war ein Fehler! Nun legte All erst recht Ios und aus dem Schwall und wurde ein wahrer Strom an Speichel, der ihm nun schon das Kinn herunterlief. Das einzig Gute an der Geschichte war, das All vor lauter erzählen nicht zum saufen kam, er war immer noch beim ersten Bier. Ich packte mir meinen Rucksack, die restlichen drei Bier und stand auf. Ich sah von oben auf All herab und sagte ihm, das er ein ganz schöner Spinner sei. All zuckte mit den Schultern und ich wünschte ihm eine gute Nacht, dann lief ich die Straße zurück, an der ich ein verlassenes Grundstück gesehen hatte, auf dem ich mein Nachtquartier aufschlug. Ich lag auf meinem Schlafsack, starrte zum sternenklaren Himmel empor, trank dabei die restlichen drei Bier und wusste, das ich mich bald aus Phoenix verabschieden würde. Es ist immer so ein Scheißtag, der dir zeigt, das es Zeit ist, weiter zu ziehen.
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Geht nicht auf, das Ganze. Die Privaten haben Zuschauer. Wie klassifizieren wir nun das. Seien wir Gnädig und folgen der alten Bibelweisheit:" Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein" Jeder guckt den spannenden Spielfilm auf dem Privaten. OK, was ist aber mit den restlichen zweiundzwanzig Sendestunden pro Tag. Da wirds wirklich hart. Da gibts die tollen Gerichtsserien, in der alles Auftreten darf, was in seinem Leben noch nie was vernünftiges auf die Beine gestellt hat. Staatsanwälte und Richter sowie Anwälte inbegriffen. Die gleiche Klientel findet man dann auch in den Talk-Shows. Allein der Gedanke daran lässt mein Gehirn einfrieren. Auch ein Sportsender macht sich alle Ehre dadurch, das er Pokerrunden überträgt. Hat den Luschen eigentlich noch keiner gesagt, das dass Glücksspiel ist und kein Leistungssport. Ganz Geil ist hier im Südhessischen ein lokaler Sender der Tagsüber dubiose Gottesdienste irgendeiner amerikanischen Kirche ausstrahlt und zu vorgerückter Stunde Softpornos ablaufen lässt. Nun, die haben das Wort Bigotterie wirklich begriffen. Dann gibts natürlich auch noch die Verkaufssender, die dir zu unglaublichen Preisen ein Produkt verkaufen wollen, das es nur hier gibt. Verständlich, ein Kaufhaus würde den Mist nicht ins Programm aufnehmen. Oder die Telefonspiel-Sender, die immer noch Gewinn erzielen mit ihren Betrügereien. Siehe den Abschnitt mit den Dummen weiter oben. Man könnte sich von einer stark übegewichtigen Hausfrau das Horoskop legen lassen. Etwas mehr Cleverness beweisen die privaten Nachrichten-Sender, die im scheinbar seriösen Journalisten-Mantel ihre bezahlten Botschaften verbreiten. Frei nach dem Motto: Die Hand die mich füttert, beisse ich nicht. Eines muss man den Privaten in Deutschland "noch" zu gute halten. Die Mord-und Totschlag-Quote hält sich zumindest Tagsüber in Grenzen. Da sind andere Länder schon viel weiter. Gerade stark religiös geprägte Länder wie Amerika oder Saudi Arabien lassen schon früh Morgens unzählige Menschen in jeglich erdenkbarer Form über die Klinge springen. Die lieben Kleinen, die gerne schon früh am Tag vor der Kiste als Eltern-ersatz sitzen, nehmen es dankbar auf.
5 - Perfekt
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1 - katastrophal
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Also wieder zurück ins Meer. Gut, wir werden vermutlich ein paar Tausend Jahre benötigen um unsere Lungen wieder auf Kiemenatmung umzustellen. Vermutlich wird es ein Delphin-ähnliches Zwischenstadium geben. Wenn denn die ersten Schritte getan sind, können wir auch schon die Vorteile geniesen. Das erste das wir dann wegschmeissen können, sind unsere Waagen. Keine Gewichtsprobleme mehr. Das Wasser trägt ganz anderst als das bisschen Sauerstoff und Stickstoff, das vergebens gegen die Erdanziehung ankämpft. Keine Dickenwitze mehr. Aber das ist nur ein Vorteil von vielen. Auch Kleidung wird nicht mehr benötigt. Je nach Lage baut Mann/Sie seine persönliche Speckschwarte auf oder ab. Karibikbewohner haben wenig Speck, Nordseebewohner entsprechend mehr.
5 - Perfekt
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1 - katastrophal
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Mein Ausweichparkdeck ist der zehnte Stock. Schlecht, da der zehnte Stock eine gerade Zahl ist und die Einfahrt zum Zehnten genau umgekehrt erfolgt. Ich war Irritiert. Prompt parkte ich am falschen Aufzug und musste glatt 200 meter weiter laufen als sonst. Im Büro ging es weiter. Sinnlose Diskussion mit einem Schichtleiter über die Funktion von Azubis im Betrieb. Azubis sind keine billigen Hilfskräfte, mit denen man bestehende Krankmeldungen anderer Mitarbeiter ersetzen kann. Ich glaube nicht, das er es begriff. Egal, es ging weiter mit fehlenden Unterlagen, nicht erscheinenden Mitarbeitern zu eingeplanten Schulungen u.s.w. Irgendwann war es drei Uhr Mittag und ich warf das Handtuch. Zurück zum Wagen, in den Zehnten, starten und los. Natürlich begann so auf der Hälfte des Weges die Temperaturanzeige des Autos mergwürdig schnell in Richtung roter Bereich zu wandern. Die ersten Dampfwölkchen bildeten sich an der Motorhaube. Besonders Dekorativ an roten Ampeln. Ich ignorierte sowohl die seltsamen Blicke der anderen Autofahrer als auch meinen dampfenden Motor. Ich hatte noch fünf Kilometer nach Hause und sagte mir,"Dieser Wagen wird das jetzt durchhalten und ich werde nicht anhalten und den Pannendienst rufen, weil ich sonst warscheinlich seltsame Dinge tun werde, die meine Mitmenschen veranlassen könnte, mich irgendwo einliefern zu lassen", im stillen aber schwor ich meinem Wagen, das ein Zwangsstopp einen sofortigen Dialog über die Abwrackprämie zwischen Ihm, meinem Wagen, und mir auslösen würde. Mein Wagen verstand. Ich parkte mein rauchendes Gefährt zu Hause und lies Ihn erst mal abkühlen. Mich auch. Etwas später kippte ich ein paar Liter Wasser in den Kühler und hoffe nun, das Morgen Früh alles besser aussieht. Auf jeden Fall ist der neunte Stock nicht mehr gesperrt. Alles wird gut.
5 - Perfekt
4
3
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1 - katastrophal
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